Sieg nach 6 Etappen an der UCI Marathon World Series ABR

Wie im letzten Blogeintrag angeschnitten, waren wir bereits auf dem Weg nach Andalusien (Jaen/Cordoba). In Alicante holten wir meine Teampartnerin, die norwegische Meisterin Hildegunn Hovdenak vom Flughafen ab und fuhren mit ihr nach Jaen. 
Am Montag den 17.5. warteten auf uns 6 spannende Etappen an der ersten Runde der UCI World Series im Mountainbike Marathon. 

stage 1: 27km 989hm
stage 2: 62,5km 2250hm
stage 3: 71km 2924hm
stage 4: 64km 1694hm
stage 5: 76km 2200hm
stage 6: 48,3km 1230hm

Dieses Rennen konnte nur im Team absolviert werden und als mich Hildegunn gefragt hatte, ob wir zusammen starten würden, hatten wir mit Karsten, der sich ebenfalls extra frei genommen hatte, unseren Manager, Physio, Mechaniker und Betreuer dabei.

Ich versuche mich kurz zu fassen, anbei jedoch ein paar Einblicke in die Renntage:
Stage 1: Zeitfahren, wir fuhren mit 1 Sekunde Rückstand auf Platz 2.
Stage 2: Offensiver Start von Hilde und mir, jedoch struggelte Hilde nach ca. 1,5h mit den warmen Temperaturen und wir mussten das Team Torpado Südtirol passieren lassen. Next day next chance.
Stage 3: Wieder ein offensiver Start, Hilde kam deutlich besser über die Berge, stürzte dann jedoch recht in der 3. Abfahrt und fuhr sich einen Platten ein. Ich war bereits unten in der Abfahrt, als ich sämtliche Konkurrenten an mir vorbei passieren lassen musste. Nach 10 Minuten entschied ich mich doch wieder den Berg teilweise hochzufahren, als mir jemand rief, dass Hilde gestürzt sei. Dort angekommen setzten wir, nach ein paar Diskussionen mit dem Sanitäter nach weiteren 10 Minuten die Fahrt vor. Mit defektem Laufrad... Naja, dieser Tag war nicht unserer. In der Techzone nach 15km wechselten wir Hildes Rad (Danke Karsten für das Kompatibelmachen der Laufräder, im Vorneherein). Die Aufholjagd begann und ich merkte, dass Hilde nun ordentlich Wut im Bauch hatte. Mit kaum mehr Wasser "sufferte" ich bis ins Ziel. Schlussendlich 14Minuten Rückstand... Puh, das war ein harter, frustrierender Tag. Ich motivierte mich jedoch, weil alles in allem hiess es, dass wir in der zweiten Rennhälfte ca. 8-12Minuten schneller gefahren sein mussten als die Leader.
Stage 4: Nun war nicht mehr zu Spassen. Hilde und ich waren auf Stagewin aus! Nichts wie los und es funktionierte, was wir uns nicht hatten erträumen lassen zuvor. Mittlerweile kannten wir uns auch besser und konnten besser harmonieren. Ich bergauf, Hilde bergab voraus - beide stets am Gashahn gedreht. 8 Minuten machten wir auf dieser Etappe gut!
Stage 5: Wieder funktionierte es, obwohl das Team Torpado Südtirol nun von Anfang an pushte. Irgendwann schafften wir es zu attackieren und weg zu kommen. 
Stage 6: Nun lagen noch 2min 40 Sekunden vor uns zum Leader Jersey. Wir wussten, es würde hart werden auf dieser kurzen Etappe, aber nicht unmöglich. Und ja, wir schafften es auch dieses Mal. Bereits am ersten Ceckpoint hatten wir anscheinend >2min Vorsprung herausgefahren. Zugegeben, das Team Torpado stürzte noch in der 2. Rennhälfte, aber insgesamt kamen wir mit 8 Minuten Vorsprung auf das Team und 3 Minuten Vorsprung auf das 2. Team (ABRO) im Ziel an. WHAT a DAY! Wir hatten den Tagessieg und den Overallsieg eingefahren.

Insgesamt war es eine Episode aus: It's not over until it's over! Never give up!

Herzlichen Dank an Hildegunn für das Rennen. Ein noch grösserer Dank geht an Karsten, der an seinen Ferientagen 23 Stunden hinwärts und wieder rückwärts mit dem Reisemobil fuhr, sämtliche Räder perfekt Wartete und sich als Physio, Koch und Betreuer von gleich 2 Frauen perfekt machte! DANKE! <3 Ohne dich wäre das nicht möglich!

Hier ein Video der letzten Etappe des ABR. Auf Youtube ist von jeder Etappe jeweils 1 Video nachgedreht worden. Viel Spass beim Verfolgen! :)

Bundesliga Rennen Karbach 13.5.2021

Am 13.5.2021 bestritt ich das erste Rennen der Radbundesliga. Mit meinem Trainer besprach ich mich zuvor dieses als kleinen Test mitzunehmen. Ich freute mich auf die 89km in coupiertem Gelände mit/gegen einige namhafte Teams zu fahren. Als Einzelfahrerin gab es „nur“ eine Taktik für mich: so zu fahren, bis es mich „verbläst“. Zudem hatte ich keine Ahnung bezüglich zeitlicher Renndauer, Watt/Herzfrequenz, denn in Runde 1 broch mir leider plötzlich mein Garminhalter, samt Garmin, ab. Schade um die Renndaten und sehr traurig, bzw. enttäuscht bin ich über das Verhalten des angeblichen Finders. Als Karsten und ich bei Rennunterbuch an der Stelle nach dem Garmin suchten, fanden wir nur noch den abgebrochenen Halter, fein säuberlich auf einer Mauer platziert. Traurig und schade, dass man so einen Garmin einfach mitnimmt und nicht beim Verantalter abgibt o.Ä. Naja, that’s it! ;)
Zurück zum Rennen und Wichtigen: Bis es in Runde 2/5 nochmals eine Tempoverschärfung kurz vor Start und Ziel gab, konnte ich mit der Spitzengruppe mitfahren mit ca. 8 Frauen. Die Lücke bis zum Feld hinter mir war gross, ich schaffte es aber nicht nach vorne wieder aufzuschliessen. Dafür fehlte es noch an Watt. So fuhr ich defensiv weiter, um Kräfte für das Feld zu sparen. Dort angekommen konnte ich mich aktiv am Rennen beteiligen, bis das Rennen in Runde 4/5 für 30-45min unterbrochen wurde - aufgrund eines grösseren Sturzes. Inzwischen setzte Regen ein. Als es wieder losging wusste ich, dass ich es entweder am Anstieg versuchen musste wegzukommen oder es sehr schwierig im Zielsprint werden würde für mich – bereits zu viel hatte ich an Führungsarbeit geleistet. Am Anstieg konnte ich zwar das Tempo bestimmen, schaffte es aber nicht in dem grossen Feld wegzukommen. Am Ende kam es zu einem Schlussprint um Platz 9. Bei mir wurde es mit Platz 29 zwar kein namhafter Rang, aber ich wollte nach dem Regen und Sturz der Runde davor nichts mehr riskieren. Nun befinde ich mich nämlich bereits im Wohnmobil auf der Fahrt ans nächste Rennen :)
 
In Kürze: Es war cool, wieder Rennen zu fahren, ich bin aktuell zufrieden mit der Performance und ich freue mich auf die kommende Woche am Andalucia Bike Race.

2nd Race in 2021 @ BTT Marathon in Cambrils

Es gingen die ersten 14km flach in einem Flussbett hinauf. Solide konnte ich mich um den 7. Rang einreihen. Ich hatte keinen richtig guten Start erwischt gehabt, was aber abzusehen war. Bergauf machte ich dann Zeit gut bis auf den 3. Rang hervor. Jedoch sind alle Abstände sehr eng gewesen und ich verpasste auf den letzten 15km den "Zug" (Männer und Frauengruppe durchmischt im rotierenden Zeitfahrtempo) zurück nach Cambrils. Hinter mir sah ich keine Gruppe, aber stets 100m vor mir diesen "Zug". Jedoch war es mir einfach nicht möglich näher heranzukommen. Man kann es sich so vorstellen, 8 Mann/Frau, welche sich stets Windschatten spenden und trotzdem am Limit fahren "gegen" eine Person, welche konstant im Wind ebenfalls am Limit fährt. Schmerzhafte 15km waren es zumindest und sicherlich ein guter Trainingsreiz ;) Somit kam ich als 5. knapp am Podium vorbei im Ziel an.

Im Ziel war ich zuerst enttäuscht, dass es nicht auf Podium gereicht hatte, als ich dann aber Sven* am verabredeten Ort sah, dachte ich nur: Mann oh Mann haben wir ein Glück gehabt! Ich hätte ihn nicht im Spital abholen wollen ;)

Dementsprechend haben wir beide das Ziel des Trainingsreizes erfüllt.

Nach einer kurzen Nacht in der Ferienwohnung ging es dann um 3 Uhr morgens wieder gen Heimat :) Gesund und zufrieden, mit Sonne getankt!

*Sven stürzte leider bereits nach dieser hektischen Startphase, Sattel, Lenker, Schaltauge brachen. Er hatte eine Platzwunde am Kopf und die Seite aufgeschürft. (Zum Glück sieht man sich selbst im Rennen nie so recht... ;)

Ich sah Sven, weil wir 5min nach den Elite Männern gestartet waren, am Strassenrand und als er mir zurief, dass alles i.O. war, machte ich mir nichts daraus und dachte, dass ihm einfach nur die Kette gerissen sei oder so. Nach 20km Fahrt fuhr er an mir vorbei zur Aufholjagd... Vom allerletzten Rang auf den 168. Gesamtrang... ;) Nachdem er ein neues Schaltauge eingebaut und das Bike wieder einigermassen funktionstauglich gemacht hatte. Hut ab!

1st Race in 2021 @ Volcat

IT'S RACETIME AGAIN:

Der erste Gedanke während der ersten Etappe des diesjährigen Volcats war: "Was mach ich hier eigentlich?!", der Zweite: "Oh, I missed it!"

Aber nun von vorne:

Letzte Woche dienstagfrüh, machten sich mein Teamkollege Sven und ich uns auf den Weg nach Manresa, westlich von Barcelona. Aufgrund Covid-19 Vorlagen reduzierten wir uns massgeblich auf "das Mindeste" - uns und unsere Bikes. Dank guter Vorbereitung unserer Betreuer zuhause und natürlich mit einem PCR-Test ging es los. 

Auf meinem Plan stand 4 Tage "Rennhärte" in die Beine zu bekommen, sowie eine erste internationale Standortbestimmung. Sozusagen die ersten Rennen im 2021. Dieses Ziel erfüllte ich. "Kurze", knackige Renntage auf fahrtechnisch herausfordernden Trails in einem gut besetzten Starterfeld.

Abschliessen konnte ich mit einem Gesamt 6.Rang bei den Elite-Frauen.

Stage 1 39km/1000hm/2:19h Rang 7

Stage 2 58km/1600hm/3:14h Rang 6

Stage 3 60km/1700hm/3:18h Rang 7

Stage 4 38km/1000hm/2:03h Rang 5