22.04.2018 EM XCM Spilimbergo (IT)

Gestern fand in Spilimbergo (Italien) die EM 2018 im XCMarathon statt.

Freitagmittag fuhren wir nach Spilimbergo, nördlich von Venedig. Die Fahrt zog sich eeewigs und ich war froh, dass ich nicht alles alleine fahren musste und vor allem diskutierten wir schon über allfällige Skitourenpläne, was uns auf das kommende Wochenende bereits einstimmte. Samstagmorgen schliefen wir dann erst einmals gemütlich aus, assen dann ZMorge, um anschliessend neugierig unsere Bikes zu satteln. Der plan war kurz nach Spilimbergo, Zielankunft anschauen und wieder retour und Andreas könne dann noch für sich etwas Biken gehen. Allerdings luden die Trails der Strecke direkt so ein, dass ich noch ein Stück mit ihm mit wollte und so konnten wir einen kleinen Teil noch zusammen anschauen. Am Abend trafen wir uns noch nach dem Racemeeting mit Katja Montani, denn wir sprachen uns ab, dass unsere beiden Betreuer abwechselnd die Feed und Techzones anfahren würden.

 

Sonntagmorgen klingelte dann der Wecker und ich fuhr direkt zum Start. Neugierig auf das erste richtige Rennen war ich sehr. Bisher war es wegen der Schule, der Bachelorarbeit und  einfach nicht möglich einen Marathon im „regionalen“ Europa zu fahren, da es noch keine gab und ich ab und zu mit entzündeten Weissheitszähnen diesen Winter zu kämpfen hatte. Und somit konnte ich ledigilich 1-1,5 Stündige Rennen gefahren. Aber 104km mit  >3000hm im April ist dann schon bereits eine andere Hausnummer und ich hatte keinen blassen Schimmer wie ich das verkraftete noch wie ich mich einteilen sollte. Aber motiviert war ich und etwas hatte ich ja in das Training die längeren Distanzen einfliessen lassen können! J

Also stand ich an der Startlinie! Der Mann mit dem Hammer kam eigentlich schneller als gedacht. Bereits nach 1,5h hatte ich das Gefühl nicht mehr in der Fläche mithalten zu können, doch dann kam zum Glück der Anstieg und ich konnte meinen Rhythmus finden. Steile Anstiege, eher technischere Abfahrten – ich feierte mein Fully , das CUBE AMS 100 und vor allem meine absenkbare Sattelstütze!!! Viele Trails erwarteten mich! Im letzten langen Aufstieg, bei km 65 stellte ich fest, dass ich bereits bei meinem Betreuer meinen Kilometernanzeige nach „viel zu früh“ (10km!) vorbei kam und vermutlich zog ich unbewusst etwas Tempo an. Prompt rechte sich dies und ich bekam in beiden Beinen starke Krämpfe. Ich glaube das ist etwas vom frustierendsten, wenn man sich recht gut fühlte (zwar sich bereits schon lange im Sternenhimmel befand... ;-)) aber dann wirklich runterschalten muss, auf die Zähne beissen und auf keinen Fall versuchen darf wieder anzuziehen... Leider musste ich so „kampflos“ 3 Frauen ziehen lassen, dann mit Krämpfen in beiden Beinen in die Abfahrt und ich hatte keine Ahnung wie ich es so ins Ziel schaffen sollte. Glücklicherweise wurde es ab km 80 wieder besser! J Sobald ich merkte dass es wieder etwas ging versuchte ich nochmals etwas nach vorne. Bis zu Santanyes kam ich, weiter aber nicht und beendete schliesslich als 20. Und 6 Rennstunden das Ziel! J

Darüber bin ich super Happy, klar das Resultat ist ausbaubar, aber ich muss ganz ehrlich sagen: Dieser Winter hat sich sehr viel verändert, vieles ist neu, hat die Möglichkeit sich zu entwickeln, aber natürlich auch Premierepotenzial. Zudem konnte ich endlich meine „Negativspirale“ bei Meisterschaften mit nervigen Sachen wie Unfällen, Krankheiten oder Bienenstichen kurz davor durchbrechen, welche mich häufig zu DNF brachten, welche ich meines Erachtens wirklich nicht gross beeinflussen konnte! Und das war und ist das Ziel – fühlte sich gut an ;-)

Leider hatte Katja einen Platten, man wäre das cool gewesen mit ihr zusammen über die Distanz zu fighten! An dieser Stelle danke viel mal an deinen Betreuer! Andreas machte seinen Job so entspannt, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Danke Andreas, dass du das Wochenende mitgekommen bist und ich wünsche dir und Nadine nur eine mega spannende Zeit in Schweden, geniesst es!

 

Heute Nacht kamen wir dann wieder in Winterthur an, ich ging in die ZHAW und sitze jetzt entspannt auf der Coach mit einem Eisbeutel auf der Wange. Geplant war, dass ich doch noch die Weissheitszähne exzerzieren würde, was ich heute direkt geplant hatte, sodass diese mich diese Saison nicht mehr behindern würden. Merci an MKG Hochrhein für das „flexible“ Einplanen und Entnehmen der zähne. Jetzt schaue ich wie es läuft gegen den #Hamsterbackenstyle und freu mich jetzt schon wieder schnell aufs Bike!!! J

 

Ride on, eure Janine

14.04.2018 Allgäuer Strassenpreis in Schweinlang

Dieses Wochenende nahm ich noch ein letztes Strassenrennen mit, bevor es dann nächste Woche an die EM nach Spilimbergo geht. Prinzipiell verlief es ganz gut. Gleich in einer der ersten Kurven kam es zu einem Sturz und ich war einfach zu weit hinten, sodass ich hinterm Sturz war. Victoria verhalf mir dann wieder bis zum längeren Anstieg der ersten Runde wieder an das Feld anzuschliessen, sodass ich mich da   zum Glück gut positionieren konnte. Danke dir! ;-) An dem Aufstieg konnten ich mich dann mit zwei weiteren Frauen absetzen (Eine war noch voraus) und die nächsten Runden verliefen "relativ" langweilig, denn weg kam niemand wirklich und über den Berg kamen wir alle immer zu dritt. Als es dann in den allerletzten Aufstieg kam konnte ich leider nicht genügend pushen und kassierte eben die Holzmedaille. Naja, trotzdem bin ich zufrieden mit dem Rennen und freue mich jetzt ENDLICH wieder aufs MTB! :-)

07.04.2018 Trainingscup 3. Lauf Uhwiesen

Den dritten Lauf des diesjährigen Trainingscups baute ich in das sonnige Wochenendtraining ein und konnte als erste Frau und 14. bei den Männern das Rennen beenden. Hier ein paar Pics:

Roll' on, eure Janine :-)

31.03./2.04.2018 Osterwochenende

GP Osterhas

Das Osterwochenende verlief ziemlich nach meinen Sportlerwünschen, auch wenn es nicht direkt so geplant war. Am Samstag konnte ich mein neues CUBE Teamline SL C:68 Disc am Kriterium „GP Osterhas“ in Affoltern am Albis einweihen. Ziemlich nass waren 50 Runden zu absolvieren mit diversen Prämiensprints. Ich war schon lange keine Strassenrennen mehr gefahren und ich denke es braucht erst wieder etwas Übung ;-) Dennoch konnte ich für 3 Runde „aussreissen“ und mir somit eine Top10- Klassierung sichern. 


Rund um Schönaich

Spontanerweise entschied ich mich dazu dann am Montag doch am Frühjahrsklassiker in Schönaich an den Start zu gehen. Das vorausgesagte, schöne Wetter lud ja direkt dazu ein und ich wusste, dass mir die Strecke an sich liegt. 2013 hatte ich das Rennen in der Juniorinnen-Klasse bereits einmal gewonnen gehabt. Die ersten 2 Runden kam ich aber irgendwie noch gar nicht gut mit und musste bei einigen kleinen Fehlern Körner liegen lassen, um wieder Anschluss finden zu können. Von Runde zu Runde lief es dann besser und ich konnte mich stets gut im Verfolgerfeld nach den zwei Ausreissern behaupten. Am Ende kam es zu einem Sprintfinal an welchem ich mit dem 14. Rang das Rennen beendete. Etwas mehr hatte ich mir vielleicht von Schönaich erhofft, aber es hat Spass gemacht und ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Potenzial ist noch vorhanden ;-)

 

Es war also ein schönes Rennvelowochenende und jetzt kann ich mich wieder auf die Bikes freuen! Roll’ on, eure Janine :-)    

18.03.2018 Bikerennen Niederhelfenschwil

Bikerennen Niederhelfenschwil am 18.03.2018

Gestern fand eines der traditionsreichsten Bikerennen der Schweiz statt. Kurz, aber dafür witterungsbedingt recht rutschig. Irgendwie lief die letzte Woche nicht wie geplant und ich war etwas unachtsam. Ich ging auf die Trainingsrunde, um sie mir anzuschauen. Alles tiptop, aber ich fuhr etwas für mich übermutig in die eine Abfahrt hinein, habe schlecht agiert und erhielt recht Schieflage... Daraufhin war ich erstmals wach. Einmal aus der Bande gefischt fuhr ich zurück zum Start. Theoretisch hätte ich einfach direkt wieder runter sollen, aber irgendwie konnte ich mich im Augenblick nicht überwinden.

Dann starteten die Schülerrennen und ich ging zum Warmfahren. Mein Kopf war nicht parat zum Rennen fahren. Um 14 Uhr fiel der Startschuss und gleich zu Beginn spürte ich jemand der mein Schaltwerk touchierte, alles fing an zu rattern und ich kam einfach nicht mehr vom Fleck. Das machte mich noch unruhiger und ich machte zig Fehler, sodass ich die Kette noch schön um das Schaltwerk wickelte und eins ums andere kam und mein Rennen war nach 1,2km mit einem verbogenen Schaltauge beendet. Hässig fuhr ich nach Hause. Mist. Naja, jetzt abhaken und reset. Das war nicht mein Plan, wie ich mir mein Wochenende vorstellte, gehört aber halt eben auch dazu... #nextrace #nextchance #stayfocused #headisstillup 

LiebGruss, Janine

Trainingscup.ch in Truttikon

Endlich fiel der Startschuss zum ersten kleinen Trainingsrennen und ich durfte auf meinem CUBE Elite wieder in die Pedale treten J Ich war etwas aufgeregt, nicht auf das Rennen selbst, denn es war ja ein kurzes Trainingsrennen, sondern eher, da sich so vieles verändert hatte seit dem letzten Renneinsatz! Wie jedes Jahr! J

Das neue Material, eine neue Saison, neue Ziele etc. à Motivation genug zum Gas geben! Am Freitag stellte ich noch einige Details am Bike ein, nachdem ich das frisch gerichtete CUBE Elite C:68 SL aus Hohentengen von Sascha, Schneider-Bikes, abholte. Da war gar nicht mehr so viel nötig, da er mir bereits schon einige Anpassungen an Griffen, den SQ Lab 711, und Sattel zum testen, dem SQ Lab Ergowave active Carbon, vornahm.

Das Wetter war wie perfekt für die #Wetterhäx und ich genoss es einfach loslegen zu können, nachdem ich die letzten Tage ständig Racebilder von Kolleginnen aus Südafrika betrachten durfte ;-) Das Ambiente vom Rennen zuhause bei tollen Leuten, macht das aber ohnehin wieder wett J

Schliesslich konnte ich einen ersten Mini-Sieg (Konkurrenz sind bei den Frauen leider immer wenig vertreten) und mit einem 17. Gesamtrang über die Ziellinie fahren. Zur Form ist es immer schwierig etwas zu sagen oder zu prognostizieren. Ich bin ohne Krankheit über den Winter gekommen, konnte mit Freude trainieren und bin bis jetzt zufrieden. Dabei nutzte ich die Chance auf einige Skitouren, was für mich immer ein Highlight ist, Zeit auf den Langlaufski und natürlich nicht zu vergessen auf dem Bike J Jetzt geht es darum Stück für Stück in die Saison zu kommen, einige Ziele sind gesetzt und mal sehen was die Saison bringt ;-) Ride on, Janine

Mechanical backup from Schneider-Bikes

Proud of having a backup next to CUBE Bikes for 2018! 🚲

Sascha´s motivierte Antwort liess nicht lang warten: "Ja klar, ich bin dabei. Komm vorbei." So sassen wir Anfang Januar bereits kurz zusammen, konnten uns gegenseitig austauschen und seither wartete mir SCHNEIDER-BIKES by sascha schneider bereits meine beiden Trainingsbikes, die über den Winter immer ein bisschen massachiert werden. Die top gewarteten Bikes überzeugen mich bereits jetzt, dass es eine gute Entscheidung war Sascha um Unterstützung anzufragen, um einen lokalen Mech vor Ort zu haben, der für einen reibungslosen mechanischen Support im 2018 sorgen wird! So kann ich mich auf das Studium und die Rennen konzentrieren! Ich denke es spricht für das Herzblut zum Radsport, wenn ein lokaler Veloladen so kurzfristig und begeistert aufs Boot springt!  Ich bin gespannt, danke jetzt schon einmal sehr für die unkomplizierte und lösungsorientierte Zusammenarbeit von CUBE Bikes und SCHNEIDER-BIKES by sascha schneider und deren beider Vertrauen!
Es wird vielleicht etwas dauern, bis sich alles rund herum eingespielt hat, aber LIFE BEGINS OUT OF COMFORTZONE!   Aber das ist cool! 

Meine Saison 2017! :-)

39 Renntage, 1 XC-Worldcup, 2 UCI World Series Marathons, 4 UCI Stage Races, 6 Langdistanzrennen, 238 UCI Elite Punkte, Platz 238 der Weltrangliste (obwohl ich sehr wenige Auslandsrennen hatte), zig Holzmedallien, 1 Podest am Andalucia Bike Race (Stage 1), zu viele Rennaufgaben, 2 Mal krankheitsbedingtes Pech vor der WM und DM, einen vierten Gesamtrang an der Alpen Tour Trophy im Elite Feld, 2 Arbeitsplatzwechsel, welche sein mussten und und und. Es war eine Saison mit Hochs und Tiefs, eine Saison in der ich meinen Rucksack, neben dem Bike soooo voll packen durfte mit Erfahrungen, Erkenntnissen, Ereignissen, eine Saison in der ich vieles gerne hätte geändert, weil ich wusste, dass es nicht optimal ist, es aber einfach nicht möglich war, eine Saison in der ich viel über mich Lernen durfte und musste, eine neue Umgebung, in der man erst Mal lernen muss nicht mehr alleine zuhause zu sein. Eigentlich halt das ganz normale Leben ;-)

 

Sie fing für Rick und mich bereits Ende Februar an und ich bin mit dem überraschenden 2.Rang der ersten Etappe am ABR so gut in die Saison gestartet wie noch nie. Dann, nach einer kurzen Pause folgte Rennen, auf Rennen, bis ich im Juni meinen zweiten Höhepunkt feiern durfte. Ich nutzte und genoss die „freie Zeit“ im Frühjahr um normal trainieren zu können J Den vierten Gesamtrang an der Alpentour Trophy in Schladming, keine Ahnung wie, aber ich hatte die Ruhe bewahren können und 4 solide Rennen gefahren.  Motiviert zur Heim-WM kam das erste grosse Pechbündel. 3 tage vor der WM hatte ich einen harmlosen Infekt eingefangen, der zwar nicht tragisch war, aber mir komplett die Kräfte entnahm und ich noch weiter recht Rückenschmerzen davon trag, mit welchen ich den bereits gemeldeten Engadin Bike Giro durchstirrte, an sich auch ganz ok. Wieder 3-4 Wochen später kamen der M3 Marathon im Montafon und in Ischgl das Ironbike, an denen ich prompt 2 Langdistanzrennen hintereinander gut fuhr und mir den Sieg in der Kombiwertung holte. Dann merkte ich, wie langsam die Kräfte schwanden. Das blöde nur: die DM kam erst noch. Ich wusste, ich war fit, aber nicht erholt genug, in meinem Kopf brummten eher  Dinge die noch zu erledigen waren... Ich versuchte herunterzufahren, noch einmal Selbstvertrauen zu finden am Nationalparkmarathon, welcher auch ganz ok lief, konnte in Davos noch 4 Tage trainieren und Kopf lüften, aber ich merkte, dass ich dieses Jahr halt einfach mehr Langdistanzen und Etappenrennen gefahren bin, welche Körner zehrten. Und so kam gleich der zweite Rückschlag, an dem ich mich fühlte, als wäre irgendwas gegen mich. Zuerst ein Infekt und oben drauf ein Wespenstich, den ich dann gar nicht vertragen hatte - wieder 4 Tage vor der DM. Es war das erste Mal, dass ich vor einem Rennen ein Rennen abgesagt hatte, aber es war besser so. Für mich war es wohl eher unlukrativ Langdistanzen zu fahren, weil wegen der geringeren Teilnehmerzahlen für Holzmedaillen einfach gar kein Preisgeld mehr gab oder sonstiges. Aber das war es was ich wollte. Diese Saison Erfahrung sammeln und zu sehen, was bei der Langdistanz geht!

 

If it doesn`t challenge you, it doesn`t change you!

 

Und so bin ich nun trotzdem sehr froh in Einsiedeln das letzte Rennen der Saison 2016/17 gefahren zu sein und die Saison noch einmals gut abschliessen konnte, weil eigentlich hatte sie sehr gut angefangen, lange angehalten, aber einfach nicht bis an das geplante Ende gereicht im September, sondern eben nur bis etwa Juli ;-) Und das ist beim Zurückrechnen eigentlich physiologisch und erfahrungsgemäss erklärbar, dass dann die Kräfte schwanden – physisch, wie auch mental.

 

Dafür durfte ich Juli bis September extrem viel Lernen im Unispital Zürich, meinen Rucksack weiter füllen, voller neuem Wissen beruflich, wie auch privat und ich bin gespannt auf die nächsten drei Monate, in denen es noch einmal einen neuen Einblick der Physiotherapie gibt.

 

Viele sagen „Janine, wie geht das. Arbeiten, runterfahren, Bikerennen, Velos wieder richten, Studieren und und und.“ Ganz ehrlich? Das mache ich nicht! Denn ohne dass René so oft diese Saison noch meine Bikes parat gemacht hätte, die beiden vorgefahren und Startnummern geholt hätten und ich nur noch ins Bett  liegen musste, Brigitte stets kocht und den Haushalt für mich mit übernimmt, ohne dass mir CUBE materiell den Rücken frei hält und ohne dass René Nay, ständig sich um unsere materiellen Wünsche kümmert, würde es nicht gehen. An den Rennen erhält René meist Unterstützung von Betreuern/Eltern von Rennfahrkollegen von mir, denn zeitlich ist es teils unmöglich Rick und mich in einem Rennen zu betreuen. Jürg Hösli, der zwar während der Saison in den Hintergrund tritt ist ausserhalb davon stets an unserer Seite und auch, wenn wir manchmal warten müssen, weil er sehr ausgebucht ist, bekommen wir meist schnell Antwort! Und das alles, weil ihr an uns glaubt oder die Leidenschaft zum Sport so gross ist und uns unterstützt! Es gibt noch gaaaaanz viele die ich aufzählen müsste...! Danke euch dafür, denn ohne euch würde es NICHT gehen! Dafür möchten wir euch alle, wie jedes Jahr zu einem kleinen Znacht einladen (Einladung folgt)!

 

Jetzt verabschiede ich mich für einige Wochen in die Pause, werde mir versuchen etwas Zeit für mich und meine Familie nehmen, Probleme/Positives der Saison zu analysieren und dann wieder hochmotiviert in die neue Saison einsteigen! Jetzt freue ich mich auf einen Break! J

Podest am Ironbikerace Einsiedeln

Das letzte Rennen der Saison 2016/17 fand, wie jedes Jahr, in Einsiedeln statt. Dieses Jahr wollte ich die 77km Strecke unter die Beine nehmen und noch ein letztes Mal zeigen, was meine Beine herliessen. René hatte bereits am Samstag die Startnummern geholt und wieder alle Bikes parat gemacht, sodass ich am Sonntagmorgen den Luxus hatte nur noch ins Auto steigen zu müssen. Eine Nacht in einem bekannten Bett, vor dem Rennen, ist schon schön ;-)

Die Wetterverhältnisse waren super an diesem Morgen. Kein Regen, wärmer als in den letzten Jahren und blauer Himmel. Gestartet wurde das Rennen sehr langsam. Niemand wollte wirklich führen und so konnte ich gut mitrollen bis zum ersten Anstieg. Alessia (Nay) stand kurz vor ihrem dritten Gesamtsieg der Rennserie Mitteldistanz Garmin Bike Classics und wir spekulierten schon, dass falls ich es vor Wittlin schaffen würde, die Chancen höher ständen für sie den Sieg zu erreichen. Aber auch ich selbst wollte nach den letzten Wochen noch einmal zeigen, dass ich weiter vorne mitmischen kann...

Also gabe es nur eins: ALLES ODER NICHTS PRINZIP

Verena schlug gleich zu Beginn ein sehr hohes Tempo an, welchem ich im Frühjahr wohl hätte folgen können, jetzt einfach nicht mehr. Egal, ich sah ja Wittlin genau vor mir. Das musste ja gehen. Insgesamt fuhr ich ja nicht schlecht. Ich merkte einfach wie mein Körper mich gerade hasste, wie ich versuchte noch ein letztes Mal die Kräfte zu mobilisieren. Es war ungewohnt für mich als kurz nach einem Überholen von Wittlin, sie bergauf mich wieder überholte und ich nicht direkt dagegen fahren konnte. Aber nun gut, das Rennen geht ja noch lange. Bis Sattelegg hoch sah ich sie noch, in der Abfahrt verlor ich sie und danach sah ich sie nicht mehr. In der Ebene nach Weisstannen fuhr ich ziemlich alleine bis Unteriberg weiterhin motiviert noch einmal im letzten Anstieg Gas zu geben. Kurz bei René einen Bidon genommen und ab nach oben.  300m nach der Feedzone: Zack, boom, krämpfe. „Ok, ich habs gehört danneben etwas gemachlicher und ich fuhr im Schneckentempo bergauf, nachher die Ebene vor (die Krämpfe hatten sich teils wieder gelegt) und ab in die letzte Abfahrt. Jippi, auch wenn ich Alessia leider nicht helfen konnte und ich auch nicht vorn auf dem Podest war, ich hatte alles gegeben und freute mich darüber, dass ich dem dritten Rang entgegen fuhr. Und dann: Krampf rechts, in der Abfahrt, sodass ich vom Rad runtersprang und 1min 41 Sekunden trotz mehrmaligen Versuchen aufzusteigen, einfach stehen bleiben musste mit einem mega Krampf im rechten Oberschenkel. Fahrer um Fahrer fuhr an mir vorbei und ich wusste gar nicht wie mir geschah. Als ich endlich das Bein übers Bike bekam zirkelte ich bergab, auf der Gegenseite noch einen Minigegenanstieg bergauf und dann wieder bergab zum Ziel. Nun kam ich im Ziel an, irgendwie zufrieden und glücklich, weil ich einfach alles gegeben hatte. Und mit einem Podestplatz abschliessen zu können finde ich sehr gut. Später war ich etwas enttäuscht, als ich sah, dass ich deutlich weniger Watt bergauf getreten hatte als letztes Jahr, aber mit ein bisschen Abstand ist das nicht mehr sooo viel. Ich weiss, woran es lag und schlussendlich sind Verena und Michelle einfach ein starkes Rennen gefahren. That´s life. De gschwinder isch de gschneller ;-)

Merci viel mal an Familie Nay für die wiedermal hilfreiche Unterstützung beim Betreuen, danke an René, der bereits am Montag als ich nach Hause kam, meine kompletten Bikes (Trainings und Rennbikes!!!!!) geputzt hatte und Rick, der mich die letzten zwei Wochen nocheinmal sehr unterstützte! Jetzt schliesse ich diese Woche noch mein Praktikum im Universitätsspital Zürich ab und bin dann ab Montag im Spital in Männedorf am Anfang meiner letzten Praktikumsperiode!

P.S.: Wie findet ihr die neue Kollektion der CUBE Bekleidung 2018, welche wir letzten Sonntag bereits getragen hatten?

Nationalparkmarathon und EKZ Cup Uster

Letztes Wochenende (26./27.8.2017) fand der jährliche Nationalpark Marathon statt. Eigentlich ein sportliches, aber auch landschaftliches Highlight auf die 137km und 4000hm zu starten. Bereits aus dem vergangenen Jahr wusste ich, dass es ein seeehr langes Rennen ist und dieses Jahr wurde für die Schweizerinnen auch noch die SM ausgetragen und hätte mich eigentlich wirklich darauf freuen können. Do. und Fr.-Morgen kams dann etwas anders. Ich hatte keine Ferien mehr, musste also bis am Freitagabend schaffen und zu René und Rick nach Scuol nachfahren. Etwas Überzeit wollte ich kompensieren, sodass es nicht allzu spät werden würde. Vorbelastung = Arbeitsweg. An sich alles kein Problem, aber es zog sich. Ich merkte bereits Freitagmorgen, dass ich mit den Patienten in Verzug kam und um irgendwie allen gerecht zu werden und weil noch eine Kollegin ausfiel und ich noch ein paar von ihr übernahm wurde es Abend und als ich dann doch normal zu hause ankam war mein Cortisolspiegel wohl bereits so hoch wie er erst am Samstag hätte sein sollen. Abends kam ich dann in Scuol an, ass auf dem Weg Brigittes gerichteter ZNacht und legte mich schlafen – ziemlich aufgewühlt von der Woche. Um 7:15 Uhr fiel der Startschuss und ich nahm mir vor alles zu vergessen, egal wie ich fahren würde einfach mein Ding durchzuziehen. So machte ich es. Bergab ging es gefühlt besser als im Jahr zuvor, bergauf, bzw. in der Fläche konnte ich einfach nicht schneller. Eigentlich wollte ich meine Zeit aus dem Vorjahr um einiges verbessern. Im Verlauf sah ich auf der Uhr aber zunehmends dass es mir nicht reichen würde. Von der Platzierung während des Rennens motivierte es mich aber, denn die anderen Frauen vor mir sind einfach aktuell mega stark und ich habe vielleicht gerade eher etwas zu kämpfen mit mir. René wartete Feedzone um Feedzone auf mich, während Rick teilweise noch von einem Rennkollege Bidons gereicht bekam. Merci Fam. Jenni. Nach dem Caschauna zog sich dann die Strecke und, wie so oft, konnte ich am flachen Stück einfach nicht den Männern im Windschatten standhalten. Zudem war ich ziemlich leer und auch etwas Magenkrämpfe. Als ich nach 7:21:27 h in Scuol wieder eintraf war ich gemischter Gefühle. Eigentlich super happy durchgezogen zu haben, aber auch etwas enttäuscht von meiner Leistung/Form. Aber ich wusste, dass ich für diesen Zeitpunkt das Beste versucht hatte und alle gegeben hatte und dass versuchte ich mir hinter die Ohren zu schreiben. Sonntagmorgen, als dann die Zeitmessung auch endlich mal die offiziellen Zeiten online gestellt hatte :-/, sah ich dann dass ich 27 sek. schneller war als im Vorjahr. Na dann, doch Ziel erreicht, wenn auch nur ganz wenig. Auf dem 8. Rang hatte ich das Rennen beendet.

Rick hatte sein Ziel in den Top10 der Schweizer Meisterschaft Marathon übrigens erreicht, was ich eine mega Leistung finde bei den Elite Herren! J Congrats Schnucki!

 

Am Sonntag fand dann die Premiere des EKZ Cups in Uster statt. Er wurde vom VC  Volketswil, Ricks Veloclub, organisiert und ich fand es super, dass ein Nachwuchs- und Elitecup in Uster etabliert werden sollte. Rick befand sich ebenfalls mit EBike Uster an einem Stand der Expo und so hatte ich schon jemand der mich betreute ;-) Kurz die Strecke angeschaut (ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war!) und dann viel der Startschuss um 14:10 Uhr. Überraschenderweise machten Grossmami- und Grosspapi Reimann mit Lizzy einen Ausflus und kamen an den Streckenrand zum fähnen, sowie zig weitere Ustermer Gümmeler/Biker! Und so machte es die noch sehr lahmen Beine denke ich wieder etwas weniger! Nach einem verpassten Start, weil ich nicht ins Pedal kam verliess ich als letzte die Rennbahn. Mein Motor brauchte auch irgendwie erst mal etwas Zeit. Von Runde zu Runde ging es aber besser und ich konnte aufholen. Zuerst auf Rang 3 und anscheinend wurde der Abstand geringer zu Rang 2.  Die beiden vorne fuhren trotzdem ein sehr zügiges Rennen. Spass machte es mir aber! Es waren ja leider nur wir 4 Frauen Elite am Start, aber gelohnt hatte es sich trotzdem, Spass war da und ein Podestplatz  am Ende auch.

 

Nun geht’s in die neue Woche, nach einem Wochenende voller Bike, welches den Cortisolspiegel trotz 8,5h Rennen wieder runter holte und ich nun auch wieder etwas entspannter starte!

 

 

Bis bald, eure Janine!

Eiger Bike Challenge Langdistanz

Letzten Sonntag, am 13.8.2017, fand eines der schönsten Rennen im Jahr statt. Dieses Jahr anscheinend sogar zum 20. Mal in Folge. So fuhren Rick, René und ich mit dem Wohnwagen am Samstagmittag nach Grindelwald. Nachdem wir noch kurz die Startnummern abholten und die Strecke besprachen flogen wir ins "Nest". Um 7 Uhr fiel de Startschuss auf die 88km und 3800hm. Ziemlich schnell kam ich an meine Grenze und spürte, dass mein Körper heute sich einfach wehrte zügiger zu fahren, denn ich kam gar nicht aus den Startlöchern. Ich hatte mir eigentlich mehr vorgenommen, denn an sich finde ich es cool "so viel" bergauf zu fahren und "so wenig" technisch bergab. Das kommt mir eigentlich entgegen - heute nicht. Ich versuchte mich zu konzentrieren auf mich und die eigentlich tolle Gegend. Nur klappte es nicht. Die anderen Fahrerinnen der Lizenzklasse fuhren mir weg, ich fühlte mich, als würde ich plötzlich 20kg mehr wiegen und die Morgenkälte legte meine Atmung lahm, sodass die Lunge brannte --> Ok, das 3. Langdistanzwochenende war nun einfach zu viel. Eigentlich meinte Rick ich hätte gut die kleinere Distanz fahren können, aber mein Sturkopf wollte halt mal wieder alles auf einmal. Ich kurbelte weiter die Grosse Scheidegg hoch. Als dann die Abstände immer grösser wurden und von hinten immer wieder Frauen nach vorne fuhren hätte ich am liebsten einfach umgekehrt. Meine Beine streikten. Bis zur ersten Techzone wollte/musste ich auf jeden Fall noch kommen. Stunden später kam ich nach der Abfahrt vom First beim schon etwas nervös gewordenen René an und teilte ihm mit, dass ich aussteigen würde. Ich war erst bei Kilometer 25 und es standen noch weitere 3500hm vor mir und Zeit hatte ich bereits riesig verloren. Da hätte ich mich nur gegen die Wand gefahren. 

 

So bin ich noch etwas für mich fahren gegangen und habe Rick an der kleinen Scheidegg noch den berg hoch angefeuert. Der sich glaube ich auch freute :-)

 

Nun heisst: Hinfallen, Krone richten, Aufstehen ---> und: Lernen und Geduld haben.. ;-)

 

Wir sind nun ein paar Tage in Davos, um schön zu trainieren zu können, bevor es dann am 25. 08.2017 am Nationalparkbikemarathon (SM) weitergeht! :-)

 

Ich wünsche eine tolle sonnige Woche und liebe Grüsse aus den Bergen!

Eure Janine :-)

Ischgl Ironbike Hard und Kombiwertung Mountain Queen

Letztes Wochenende, genauer am 6. August 2017, fand das Ironbike Festival in Ischgl statt. Ich war bereits zum dritten Mal am Start und hatte wohl etwas bange, bzw. warsehr motiviert endlich den Bann dieses Rennens zu unterbrechen. Denn noch kein Mal dieser beiden Starts auf der Mediumdistanz kam ich ins Ziel. 2015 hatte ich einen sehr schlechten Tag erwischt und habe schlussendlich am zweiten Anstieg aufgehört und 2016 hatte ich technische Probleme mit meinem Schaltwerk.

 

So fuhr ich am Freitagabend nach der Arbeit zu Lizzy, Rick und René nach Ischgl, welche mir bereits die Startnummern geholt hatten. Dank Rick, dem letzjährigen „Mountain Prince“ (Kombiwertung aus den Mitteldistanzen M2 Marathon und Ischgl Ironbike Medium) durften wir dieses Jahr im **** Hotel Arnika hausen! J Sehr angenehm und gastfreundlich wurde ich auch noch begrüsst!

Um 8:30 Uhr fiel dann der Start zur Hard-Distanz (79km und 3700hm). Das Starterfeld war sehr gut besetzt. Ich musste noch rasch meine Startnummer tauschen, da mir anscheinend eine Mitteldistanz Nummer ausgehändigt wurde und ich wollte ja an der Kombiwertung „Mountain Queen“  teilnehmen und somit auf der Langdistanz starten. Ich hatte keine Ahnung wie ich letzte Woche verkraftet hatte oder wie meine Beine funktionieren würden, noch weniger Kante ich die Strecke... Wie gesagt, ich kam nie weit über Ischgl hinaus ;-) Rick wollte mir noch ein 30er Kettenblatt montieren, was aber leider nicht mehr rechtzeitig kam und ich dann spontan von ihm eine andere Kassette auf mein Laufrad bekam, sodass ich zwar mit 32 starten musste, aber schlussendlich doch ringere Gänge hatte. Zum Glück, denn als ich Richtung Idjoch (2800hm) hoch fuhr hätte es keinen einzigen Gang strenger sein dürfen und ich hätte wohl absteigen müssen... Eingezeichnet als Schotterabfahrt, tatsächlich in einem endlosen coolen Trail mündenden Abfahrt ging es hinunter nach Samnaun. In diesem Moment viel mir dann auf, weshalb wohl doch so viele Fullys am Start standen ;-) ich vermisste auch etwas mein CUBE AMS, einfach weil ich mir gerne die Freude erlaubt hätte, dachte aber immer wieder an Flurin und Rick, die immer sagten, auf dem hardtail würde man das Biken lernen. Und da ich in der Technik definitv noch Nachholbedarf habe, diente dies bewusst dazu ;-) Unten angekommen, wo ich kurz anhielt um meine Bidons zu füllen. Nun kam der letzte lange Anstieg nochmals etwa über 1000hm. Ich konnte es überhaupt nicht einschätzen. Merkte aber, dass sich solangsam die zuvorigen Höhenmeter rächten und vor allem wurde es obenraus keineswegs flacher als auf das Idjoch. Teilweise musste ich absteigen. Die Sonne brannte recht, was mir aber lieber war, als die Kälte die Jahre zuvor ;-) Oben angekommen ging es dann in die letzte Abfahrt, wo mich Arina Riatsch dann doch leider wieder einholte... Kurz vor unten merkte ich auch noch, dass ich mit meinem Hardtail auch noch das Lockout vergessen hatte zu lösen...

 

Sehr glücklich über den 4. Platz bei den lizenzierten Frauen kam ich nach 5:08h ins Ziel und konnte mir noch den Sieg in der Kombiwertung der Langdistanzen (M3 und Ironbike) sichern! :-) Wobei ich hinzufügen muss, dass dieser eigentlich an Angelika Tazreiter gegangen wäre, mit ihren super Zeiten. Allerdings war sie dort nicht gemeldet gewesen. Deshalb freueich mich natürlich umso mehr, dass wir für das nächste Jahr bereits wieder Übernachtungen in einem schönen Hotel gesichert haben :-)

 

Danke an den Tourismusverband Ischgl für die Einladung zum Event, danke an Familie Nay, welche mir mal wieder den Bidon gereicht hatte, sodass René bereits zu Rick auf den Berg konnte, an René und Rick fürs Startnummernholen und die gastfreundliche Aufnahme im Hotel Arnika! :-)

 

Bis bald, eure Janine! 

M3 Montafon Bikemarathon

Gestern, am 29.07.2017, starteten wir um 7:30 Uhr auf die 130km Distanz mit 4500hm des Montafon Bikemarathons in Schruns. Es war ein UCI World Series Rennen. Ich hatte sehr Respekt vor der Distanz und startete somit dezent ins Rennen. Ich konnte/ wollte gar nicht das Silbertal hoch am Hauptfeld dranbleiben und fuhr mein Tempo. Oben angekommen konnte ich mein Tempo beibehalten. Fuhr an Janas vorbei und konnte sogar noch mit Sommer zusammen bergab wieder nach Vandans fahren. Mal sie, mal ich vorne. Den nächsten Aufstieg versuchte ich weiterhin mein dezentes Tempo beizubehalten, aber es half sehr, dass ich ja den ersten Teil der Runde schon von den Vorjahren kannte. Nun kam die Streckentrennung und etwa bei km 70 hatte mich Sommer dann eingeholt. Ich hielt kurz bei René an, weil ich irgendwie einen Falschen Bidon hatte. Ich dachte ok, es ist noch lange Zeit und wir würden uns schon wieder treffen, aber nun merkte ich wie langsam aber stetig das Rennen halt schon länger wurde. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass ich eingegangen wäre, aber Sommer konnte einfach aufdrehen. Ich liess sie fahren und als wir in den Teeraufstieg zum Kopsstausee kamen kannte ich die Strecke nicht mehr und hatte wohl ein etwas zu strenges Kettenblatt montiert, hust... Hinten wieder runter und in eine eigentlich kurze Steigung auf zur Bielerhöhe. Eigentlich hätte ich hier wieder einen Bidon erhalten sollen, aber das Missverständnis zog sich wohl weiter, sodass ich ca. 45km nichts mehr zu trinken hatte und dummerweise an den Verpflegungsposten wegen einem schnell bremsenden Auto vor mir vorbei fuhr. Naja, dieser Minianstieg wäre an sich schön gewesen nur leider machte sich nun der Anstieg von zuvor mittels Krämpfen bemerkbar und ich konnte gar nicht leichter schalten... und das ist ecklig mit Krämpfen in den Beinen ;-) Nach einer ruppigen Abfahrt und ein paar Mal falsch gefahren fuhr ich in Richtung Schruns retour, ziemlich durstig und so langsam recht ko, in der Hoffnung dass mich niemand einholte. Überglücklich kam ich als 4. Overall und 2. Bei der AK Damen mit einer Zeit von 7:27h im Ziel an, wo Rick, René und Lizzy extra auf mich warteten, sodass ich nicht immer alleine im Zielbereich war! :-D Nach einem feinen Kaiserschmarren, der Siegerehrung und etwas Rumgespiele mit Lizzy konnten wir entspannt in die Pension Mottabella zurückkehren, wo wir dank Montafon Tourismus und der Pension noch eine Nacht verbleiben durften, um am Sonntag noch entspannt die Bergluft auf dem Bike zu schnuppern! Merci viel Mal an dieser Stelle für die tolle Organisation dieses Events und eurer Unterstützung an uns! Das Herzblut sieht, riecht und spürt man einfach überall in der Region! Siehe Bilder:

 

Ein weiteres kleines Erfolgserlebnis scheint zu sein, dass ich abgesehen von den Beinkrämpfen, deren Ätiologie wohl bekannt sind ;-), nur einen Miniansatz von den Krämpfen in den Händen hatte! Es scheint wohl, dass ich auf dem richtigen Weg bin, an ihnen zu arbeiten. Noch reicht es einfach nicht so lange durchzuheben, aber es hat gut getan, dass ich mal wieder ein etwas bessere Resultat abliefern konnte! 

 

Jetzt heisst es diese Woche gut regenerieren, heute noch meine Sachen zu packen und dann schauen, wie es nächstes Wochenende in Ischgl geht!

 

Mein CUBE Elite hatte super Arbeit geleistet unter mir, René hat mal wieder super Babysitter für Lizzy gespielt und uns verpflegt. Danke Montafon Tourismus für eure Unterstützung und wir kommen gerne wieder in die tolle Bergwelt und zu guter letzt empfehlen wir gerne die Pension Mottabella weiter! Für Familien mit Hunden absolut unkompliziert, super ausgestattet, gastfreundlich und toll gelegen!

Bis nächste Woche, eure Janine!    

Engadin Bike Giro 2017

Am Donnerstagabend fuhr ich zu René und Rick, welche bereits den Wohnwagen  und alles weitere auf dem Campingplatz zwischen Silvaplana und St. Moritz aufgestellt hatten. Ein wirklich schöner Platz! :-) Mit etwas Abendverkehr kam ich dann zum Glück auch irgendwann mal an und wir konnten rasch ins Bett. Am Freitag holten wir unsere Startnummern ab, sodass ich um 14:10 und Rick etwa 7 min später starten konnte. Ich fühlte mich alles andere als gut. Irgendwie bekam ich einfach kaum Luft und meine Lungen taten von der Erkältung noch richtig weh. Naja, aber hilft ja nichts und so fuhr ich. Der Prolog führte über knapp 1000hm, 17km und es waren zwei Abfahrten auf Flowtrails enthalten. Also konnte ich mich darauf gefasst machen, dass ich nicht wirklich mitfahren konnte, zudem das Starterfeld dieses Jahr wirklich gross und gut besetzt war!

Es lief gar nicht soooo schlecht, aber etwa ab der Mitte des Aufstieges musste ich wirklich rausnehmen. Meine Lunge begrenzte ziemlich stark mit Schmerzen. Also fuhr ich einfach was eben möglich war weiter. Umso erstaunter war ich, dass es sogar für einen 5. Rang gereicht hatte?!

Am Samstag fand dann die erste richtige Etappe statt, über 77km und ca. 2000 hm. Prinzipiell glaube ich kann ich mich kurz fassen. Das Rennen wäre eine coole Strecke gewesen und der Berganstieg gegen Ende des Rennens hätte mir liegen müssen, allerdings konnte ich ab etwa Pontresina (km 23) überhaupt nicht mehr daran denken. Dass ich keine Kraft in den Beinen, um auch nur irgendwie mithalten zu können, war das eine. Nun gut, das gibt es mal. Aber krampfartig einschiessende Schmerzen in den hinteren Rücken, auf Höhe der Nieren liessen mich immer wiederrichtig zusammenzucken und ich konnte kaum mehr Treten. Irgendwie versuchte ich es natürlich, aber auch bergab konnte ich nicht mehr. Weder an Gruppen dranbleiben, noch mich in irgendeiner Weise etwas kleiner auf dem Velo machen, sondern im Gegenteil ich musste abschnittsweise in der Fläche, vor Bever, stehend fahren. Im Wind... Ich dachte an nichts anderes als endlich die Schmerzen wegzukriegen. An René vorbei, hätte ich am liebsten aufgehört, aber ich wollte egal wie ins Ziel und hoffen, dass die Nierenschmerzen bald aufhörten und ich mir offen lassen konnte wenigstens morgen noch zu starten. In der Zwischenzeit, war ich irgendwo 8./9. Rang... Also es half nichts. Irgendwie musste ich nun über den Hocker, das fällt mir ja sonst nicht so schwer. Aber auch hier: Stehpausen, konstant einschiessende Schmerzen, kaum Watt auf den Pedalen und einfach nur noch Zielgedanken. Im obersten Teil fuhr ich irgendwie auf Gabi Stanger auf. Keine Ahnung wie. Eigentlich wollte ich sie nicht überholen, denn ich wusste wenns gleich wieder los ging, dann würd ich wieder still stehen und ihr im Weg rumstehen. Der Konkurrenzgedanken eines Rennens war es bei mir eh schon lange nicht mehr. Schliesslich überholte ich sie doch, in der Hoffnung dass es etwas schonen konnte. Nun war es noch ein Miniaufstieg, welchen ich tatsächlich besser angehen konnte und oben wieder auf Wittlin auffahren konnte. Genau dann war der Zeitpunkt wieder gekommen und meine Nieren und die umliegende Muskulatur pochten. Nach dem Motto bald geschafft, fuhr ich irgendwie den Flowtrail runter ins Tal, ziemlich unkonzentriert... Angekommen, war ich schon lange nicht mehr so froh gewesen im Ziel zu sein. Gleichzeitig hätt ich grad Heulen können vor Schmerzen. Enttäuscht von der Platzierung war ich auch ziemlich... Vor allem, dass ich mich einfach so kraftlos fühlte. 

Nun es hilft nichts. Hinfallen, aufstehen, Krone richten. Im nachfolgenden Bild seht ihr, dank wem ich wohl am Sonntag wieder auf das Bike gestiegen bin. 

Die Bikes wurden, wie immer, gerichtet, mein Rücken getapt, ich dehnte, versuchte noch etwas die Sz. zu dämpfen. Das Wetter stand auf unserer Seite am Sonntag :-) Wir gingen an den Start, Rick war ja bisher ein hammer Rennen gefahren und meine Ambitionen bestanden darin, natürlich irgendwie eine Platzierung zu halten, allerdings primär ins Ziel zu kommen. Dadurch, dass ich nicht mehr diese krampfartigen Beschwerden hatte konnte ich konstanter fahren. Erstaunlicherweise konnte ich doch noch bis zum letzten Hochpunkt auf Platz 3 vor fahren, verlor dann aber wieder in der Abfahrt 3 Plätze und beendete somit mit einem 6. Tages- und somit auch Gesamtrang die Etappe.

Jetzt heissts, wie gesagt, auskurieren und schauen, dass das nächste Rennen dann wieder normaler abläuft! :-) 

Danke René fürs Betreuen, Rick und René fürs Motivieren und gut Zureden (bin halt manchmal nicht so gut im geduldig sein und dann auch etwas ungemütlich.. ;-) an CUBE für das HAMMER Fully, AMS C:68, was mir bergab und aber auch bergauf immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte!

Bis Bald, eure Janine! :-)

WM Marathon Singen 2017

Am vergangenen Wochenende fand die WM im MTB Marathon statt. Als wohl einmaliges Erlebnis in der sportlichen Laufbahn eines MTBers fand diese in der Stadt meines Heimvereines, dem VC Hohentwiel Singen, statt. So standen am Sonntag, den 25.6.2017 bei den Frauen 80 km auf dem Plan. Bereits Anfang des Jahres war klar, dass dieses Rennen nicht als ein „Höhepunkt“ in der Jahresplanung datiert werden würde, das Streckenprofil und die allgemeine Teilnehmerzahl, welche eher älter waren, liessen diesen Rückschluss zu, aber es sollte trotzdem eine gute Chance sein, um „zuhause“ vor Sponsoren, Freunden, Bekannten und ehemaligen Untersützern zu zeigen, was mittlerweile so der Stand der Dinge sei. Marcel Grob würde wieder als Betreuer mitkommen. Einige fragten bereits im Voraus, wo, wann und wie sie stehen sollten. So freute ich mich natürlich darauf in den Farben des Nationaltrikots am Start stehen zu dürfen.

 

Zuerst einen Miniexkurs zum Nachdenken, bevor es an das Wochenende geht:

 

Wie sollen Sportler/-innen aus der Region Singen die Chance erhalten, Unterstützer zu erwerben, Sponsoren zu halten und auf sich aufmerksam zu machen, wenn kein einiziges Mal die regionalen Teilnehmer an einem WM-Lauf betitelt werden? Ich denke ich sehe mich selbst bald nicht mehr als Singener und deutsche Fahrerin, wenn mittlerweile  mehr Schweizer über mich schreiben, mich unterstützen und aus deutschem Haus des Verbandes IMMER nur noch mehr Steine in den Weg gelegt werden. Lieber BDR bitte kommt auf den Boden: Es gibt auch NICHTPROFIS, welche trotzdem ähnlich gute Leistung ablegen, aber den Bürokratiekrieg irgendwann einfach zeitlich nicht mehr unter kriegen!

Angefangen hatte es damit, dass ich im Eifer des Gefecht meine Lizenz aus versehen entsorgt hatte und somit pünktlich am Montag mich um Ersatz kümmerte. Nun habe ich ca. 21 € für die neue Lizenz gezahlt (find ich ok, wegem Aufwand), solle aber nun laut BDR Satzung an sämtlichen BDR gemeldeten Rennen als „Strafe“ das doppelte Startgeld zahlen müssen. Frage: Wie viele deutsche Rennen werde ich nun dieses Jahr noch fahren?!

Weiter ging es am Samstag, als ich meine Lizenz holen ging und für Marcel die Betreuerlizenz abholen gehen wollte. Für 58 deutsche Starter/-innen gab es anscheinend 18 Lizenzen für die Feed/Techzone.  Schlussendlich klärte sich am Rennen sonntags alles und die Betreuer durften doch einfach so in die Zonen. Frage: Welche/r Sportler/-in macht sich keine Gedanken, wie er nun an Ersatzmaterial oder Getränke kommt für ein 4-stündiges Rennen und die Betreuerfrage nicht geklärt ist?!

 

 

Im Physio-studium versuchen wir möglichst alles auf objektive Verlaufsparameter zu lenken und schlussendlich eine optimale Behandlungsentscheidung zu treffen. Dies spiegelt auch etwas meine persönliche Einstellung wieder und so versuche ich einmal die letzten Tagen so zu beschreiben.

 

Symptomsverlauf: Rennen Lostorf keine Kraft und Lunge war nicht fit; Montag kein Druck auf dem Pedal; Dienstag Ohrenschmerzen einseitig Trainieren mit BORG 7/10 bei fast Ruhepuls und -watt; Mittwoch Halsschmerzen einseitig und Sekretbildung Training raus; Donnerstag Arbeiten mit BORG 7/10; Donnerstag-Freitag kein Schlaf; Freitag dito;  Samstag etwas besser aber immernoch Kraftlos, Husten, Schmerzen in Brust bei Belastung; starke Sekretbildung à aber es geht endlich aufwärts

 

Samstag: trotzdem nach Singen gefahren, um Startnummer zu holen

Don’ts festlegen:

- Zunahme Sz. in Brust und Interkostalräumen

- Dyspnoe

 

Entscheidung 18 Uhr: Ich starte, weil ich mich bei all den Untersützern aus der Region bedanken möchte, ich es eine Ehre finde starten zu dürfen, ich Erfahrung sammeln möchte und auch zeigen möchte, dass es Radsportler/-innen aus Singen gibt!

 

Rennverlauf: 30min in Ordnung (agieren im Renngeschehen war nicht möglich), dann Zunahme Brustschmerzen und Intercostal, keine Kraft (um den knapp 50.Rang herum)

 

Entscheidung: Aufhören nach erster Runde, lieber etwas noch ruhig fahren gehen, Lunge schonen, in Betracht des nächsten Wochenendes (Engadin Bike Giro); hat kein Sinn, weil’s mitten in der Saison ist.

 

Marcel fragt: “Sure?“ Ich antwort: „ Ja.“ Marcel: „Ist gut.“

 

Für mich ist das somit abgehackt und gut.

 

So, jetzt habe ich euch an meiner Entscheidungsfindung ein Mal teil haben lassen. Wieso ich es so ausführlich schreibe?? Weil ich es satt habe (sorry für meine Aussprache) Stammtischgeplauder zu hören, dass es eben ein Heimrennen gewesen sei und ich mal wieder krank gewesen sei, weil ich mich kaputt fahre. Es ist aus mein Kommentar zu einer Strava-Aktivität am Sonntagabend. Dieser war bestimmt lieb gemeint, allerdings die Frage nach dem „Ob ich kein Bock mehr zum Rennen gefahren hätte“ empfinde ich fast als Frechheit einer Sportlerin gegenüber.  Denn sind wir einmal ehrlich. Wie viele Profis gibt es in DE? Ich meine PROFIS. Nicht Sportler/-innen, welche ihren Alltag und ihre sportliche Karriere professionell planen und versuchen mit Profis mithalten zu können. Ich meine auch nicht diejenigen, welche 1-2 Jahre auf der Plattform sind und dann unter dem „Vorwand“ sie wurden verheizt alles hingeschmissen haben? Wer hat diesen Sportler/-innen damals die Entscheidung aus den Händen genommen, ihren Menschenverstand einzusetzen und sich eben nicht nur von dem „Geschwätz“ unfähiger Trainer/-innen, Vorsitzenden und Trainingspartnern einlallen zu lassen? Diese Erfahrung macht wohl jeder einmal oder? Aber wieviele Radsportler/-innen können von ihrem Radsport leben? Vielleicht 5/10/15 à ich kann es nicht genau sagen. Aber ich zumindest nicht. Natürlich ist es mein Ziel irgendwann reduzieren zu können, aber dieses Jahr arbeite ich 42 Stunden pro Woche, schreibe meine Bachelorarbeit und versuche eben (vermutlich aus eigenen Ehrgeiz) mich möglichst professionellem Leistungsniveau anzunähern und immer mal wieder mithalten zu können. Mein Plan schaut so aus, dass ich montags-freitags aktuell Physiotherapeutin i.A. bin und samstags-sonntags an Rennen antrete. Die Ferientage sind so gewählt, dass sie genau für die Rennen ausreichen. Aber montags nicht fit zu sein, spontan krank zu werden oder einfach nur Unkonzentration aufzuweisen sind aktuell fatal für mich und unkollegial für meine Kolleg/-innen. Rick kümmert sich dabei, dass meine Rennbikes von einem zum nächsten Wochenende parat sind und ich soll schauen, dass ich es bin. Dieser Zeitplan gerät aus der Bahn, sobald eine kleine Erkältung (die Wahrscheinlichkeit war in den letzten 2 Wochen SEHR hoch) oder andere aussergewöhnliche Ereignisse dazwischen kommen. Dennoch bin ich immer der Meinung, dass der Mensch viel kann, wenn er sich nur recht viel zu traut und probiere halt lieber, als zu studieren. Dies führt vielleicht auch dazu, dass ich dann das ein oder andere Rennen in meinem Jahresplan drin habe, welche halt nach hinten los geht. Denn der Grat zwischen Regeneration und Trainings-/Alltagsbelastung ist mit Beruf und „Leistungs“ -sport extrem gering. Es sollen auch keine Ausreden sein, denn ich hätte es gerne etwas anders (auch wenn ich den Beruf bereits jetzt sehr gerne ausübe), aber es sind einfach Fakten über Leistungssport in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Dass die Versuchung zum Griff zu leistungssteigernden Substanzen dabei der einfachere Weg wäre und die Hürde dann bei vielen zu sinken scheint, vor allem um eine ähnlich gute Regeneration nach Etappenrennen zu erlangen, mag ich vielleicht immer mehr verstehen, ist allerdings, meiner Meinung nach, immer noch die Entscheidung der Sportler/-innen selbst und der Druck der Gesellschaft gilt dafür definitv einfach nur als Ausrede. Erstaunlicherweise gab es wohl dennoch wieder diverse Leistungssprünge an dieser WM, welche ich, nach ständiger Präsenz bei MTB-Rennen dieses Jahr irgendwie nur belächeln kann und wo ich es mir nicht erklären kann.

 

Mein Appell sollte einfach an die gerichtet sein, welche sich die Zeit genommen haben den Text zu lesen: Versucht bitte nicht den/die Sportler/-in auf ein Material zu reduzieren. Es ist verletzend frühe Rückschlüsse zu ziehen über Entscheidungen, welche diese/r aus Schutz seines Körpers treffen, um auch weiterhin auf diesem Leistungslevel fahren zu können. Wenn das Lot nämlich dann einmal aus dem Gleichgewicht ist, dann wird der/die Sportler/-in einfach nicht mehr beachtet. Der Körper ist das Kostbarste, worauf die Leistung aufgebaut wird und für die zig bleibenden Schäden kümmert sich dann niemand mehr aus dem Verband. Dann sind entweder die privaten Engel, Ärzte, oder Diagnostiker gefragt oder die wenigen Sportler/-innen, welche Leistungssport mit Beruf noch verknüpfen werden früher oder später auch noch aufhören. Es ist eine Lebenseinstellung, selbstgesteckte Ziele und Hingabe mit viel Unterstützer privater Sponsoren, welche den Leistungssport am Leben halten!

CC-Rennen Lostorf

Am vergangenen Sonntag fand im Kanton Aargau das C1 Rennen in Lostorf statt, welches ich noch am Ende der letzten Woche mitnehmen wollte. Ich war mir sehr bewusst, dass es vermutlich nichts wird mit einem CC Rennen nah der Alpentour, aber gerade diese Spritzigkeit wird man brauchen - in Singen. 

Also fuhr ich am Samstag, nach einer mega interessanten Fortbildung nach Lostorf, um ein paar Runden die Strecke abzufahren. 

Rick und ich teilten uns dieses Wochenende auf, er in Evolene (Wallis) am Start und ich eben dort. Der Startschuss bei mir viel um 13 Uhr. Wir U23 Starterinnen fuhren mit den Frauen Elite zusammen. Wir waren aber nur 7...

Schon am Samstag merkte ich, dass mein Körper überhaupt nicht mochte und fühlte mich eher wie eine Cortisolbombe kurz vor der Explosion. Der Trainer sagte allerding: "Janine, du fährst. Ist mir egal." Also wurds gemacht und ich gab mir die Pein :-) Von mir aus hätte das Rennen gerne 3 Stunden gehen können. Vielleicht hätte sich dann mein Tempo irgendwann angepasst, aber es ging eben nur 1:40h und mein Herz hätte es wohl nicht mitgemacht so lange ;-) Ein paar Mal dachte ich, wie peinlich es wäre so weit mit Abstand hinten zu fahren, aber es sollte ein gutes Training sein, gutes Techniktraining und aufhören gibts eh nicht. Da war es umso frustrierender, dass als ich ins Ziel kam das Elitefeld bereits aufgestellt war, ich kaum mehr durch kam und ich mich irgendwie da noch durchkämpfen musste. Da muss ich wirklich dem Veransalter ein paar Minuspunkte vergeben. Ich kam ein paar Minuten später ins Ziel, dass die andere überrundet wurde und ich somit die letzte auf der Strecke war (bei 7 Fahrerinnen aus der Weltelite!) und man auch als Sportlerin mal einen schlechten Tag haben kann, dafür kann ich ja nichts. Vermutlich hören einige CC-Fahrer einfach auf, wenns nicht läuft. Interessiert hatte es wohl definitiv keiner und einen nächsten Start würde ich mir da glaube ich auch überlegen... Auf jeden Fall ist es kein schönes Gefühl so in ein Ziel zu gelangen und ich bin froh, dass ich es ja in diesem Jahr einige Mal anders erfahren habe :-) 

Aus Trotz nahm ich mein Preisgeld mit und fuhr wieder nach Uster. 

Fazit: Job done, gutes Training, abhacken!

 

PS.: Mein CUBE AMS C:68 war auf jeden Fall eine Freude zu fahren!!! :-D

Alpentour Trophy Schladming

Vom 8.06.- 11.06.2017 fand die Alpentourtrophy in Schladming statt. Das Dorf im Dachstein ist ja vor allem für den Wintersport bekannt, aber als ich bereits 2015 am Rennen mitfuhr zeigte sich, dass die Gegend genausogut im Mountainbikesport mithalten kann.

So fuhren wir, René, Rick und ich am Mittwoch los und holten noch rasch die Startunterlagen ab. Punkt 10 Uhr morgens fiel dann der Startschuss zur ersten Etappe.  Laut Ausschreibung sind es 61km und 2800 hm. Dieser Tag lief eigentlich soweit gut, wenn er an den Giglachseen (WP 3) beendet gewesen wäre. Das Hinterrad von Moschetti konnte ich leider einfach nicht mehr im Hochmoor halten und über die gesamte Abfahrt verlor ich 5 Plätze und sogar noch eine Team Mixed Frau... L Mein N.Ulnaris meldete sich komischerweise mit zuerst etwa einschlafenden 4. Und 5. Finger und dann krampfte meine komplette Hand. Das machte es mir bergab auch nicht gerade einfacher... Mit zig Sekunden-Minuten Rückstand nahm ich die letzten 200 HM eher einhändig, dafür mit einer gewissen Wut im Bauch unter die Räder und konnte doch noch 2 Plätze wieder einfahren.

Mit einem soliden 9. Platz startete ich auf die 2te Etappe (68km/3000hm). Ich kannte die Etappe ja und wusste, dass es an einem heissen Tag knapp werden könnte ohne Trinken an der Türwandlhütte (Feedzone wurde herausgenommen). So fuhr ich bereits mit genügend los. Oben war ich an 4. Stelle angekommen, hielt aber bewusst kurz an und befüllte die Flasche mit etwas Iso. Berghoch war das eine gute Rechenaufgabe, wieviel % Dehydration, einen Wasserstop zeitlich rechtfertigen würde. Später war ich definitiv froh darum! Bergab verlor ich mal wieder. Rieder, Stepkova und Buchacher rasten an mir vorbei. Kurz vor dem obersten Punkt erst (Rittberg) schaffte ich es endlich wieder aufzuschliessen. Gefühlt war mir bereits wieder das Wasser ausgegangen und ich hatte Mühe... Die Abfahrt über Waldweg und Kies versuchte ich mal wieder laufen zu lassen, um möglichst nun keinen weiteren Platz mehr zu verlieren. Buchacher war in Sichtweite, aber ich gelangte nur sehr langsam zu ihr. Bei René in der Techzone wechselte ich die Flasche und hielt noch einmal an, um meine 2. Flasche aufzufüllen. Ich wusste es würde noch ein längerer Anstieg kommen.  Unten in Pichl angekommen sah ich Buchacher nicht mehr, aber es gelang mir sie noch bis ins Ziel wieder einzufahrem und beendete als 5. die Etappe.

Am nächsten Tag galt es Ruhe zu bewahren, obwohl es eine kurze und knackige Etappe war. Meine Beine liefen nicht gut und ich musste schauen, dass ich irgendwie rein kam. Am Berg trotze ich mit Ruhe den kleineren Temposteigerungen von Stepkova und konnte dann kurz vor der Bergwertung wieder vor Janas gelange – mit Mühe heute... Bis ins Ziel verlor ich zwar diesen einen Platz wieder, war aber mit dem 6. Platz zufrieden.

Nun stand die letzte Etappe an. Ein Zeitfahren über 14km und 1300hm. Ich startete 20 Sekunden hinter Janas. Mein Ziel: Platz so halten. Endresultat: Doch noch einen Platz zu verbessern im Gesamtresultat! J Als ich Janas nach den ersten 300m Anstieg kurz vor dem ersten Trail und Abfahrt einholte, fand ich das einerseits gut. Andererseits hatte ich sie nun im gesamten Talbachklamm (dort geht es nur sehr flach aufwärts) an meinem Hinterrad. Ich wollte mich aber nicht wegen meiner Ungeduld verblasen und ich sah ja Buchacher auch noch direkt vor uns, auf die ich auch nicht Zeit verlieren durfte. Ausserdem wusste ich dass gleich ein steiles Stück kam, an welchem ich etwas angreifen wollte. Nur leider war dieses Jahr genau dieses kurzes Stück nicht dabei. Jetzt hatte ich ein Problem... Bzw.  keines, denn es würden ja noch genügend weitere steile Stücke kommen. Kurz darauf kam Moschetti von hinten und wir fuhren auf Rieder auf und dann vorbei. Kurz vor ganz oben, als es wieder flach wurde sah ich Nils, unser Physiotherapeut , der mich nochmals anfeuerte. Ich hatte uu froid, war aber bereits recht grau. Oben angekommen wusste ich, also die direkte Konkurrenz hatte ich „gesichert“, dass es am Ende noch mit fast einer Minute Vorsprung doch noch auf dem 4. Gesamtrang einen Schritt nach vorne machte hätte ich niemals gedacht!

 

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. Eine Top 5 Platzierung im Elitefeld der AlpentourTrophy hätte ich definitv nicht erwartet gehabt. Vor allem, weil meine bergab-Künste sich mal wieder sehr rächten...

 

 

Einen gewissen Teil des Erfolges geht auf jeden Fall auf das Konto der Physiotherapiepraxis Vermeulen aus Vorberg! Immer nachmittags durften wir zu Ihnen kommen und konnten sogar noch weitere Tipps mit nach Hause nehmen und ich noch einige Dinge für meine Patienten ;-)

Vielen Dank an das ganze Team, insbesondere Nils und Florian, welche sogar mit Herzblut am Samstag in die Praxis kamen!

 

Ebenfalls auch ein riesen Dankeschön an René mal wieder für den unermüdlichen Support! Das ist an der Alpentour logistisch wirklich sehr stressig und aufwenig, weil Rick und ich natürlich schon mit einem beträchtlichen Abstand kommen. Ebenso an die Mutter von Nadine Rieder, dass wir dann eben an der einen Etappe uns gegenseitig aushelfen konnten. Die Woche „Ferien“ in Schladming ;-P hat mir auf meinem CUBE Elite wirklich sehr gefallen auch wieder Rennen zu fahren und diese Woche stand dann wieder Alltag an.

 

Als nächstes grosses steht dann die Marathon-WM auf dem Programm, wobei ich davor noch ein C1 Rennen in Lostorf bestreiten werde. Die WM wird nicht gerade mein Terrain sein und wir haben dieses Jahr gewiss nicht den Fokus darauf gelegt, aber ich finde es eine Ehre bei der WM starten zu dürfen, vor allem weil sie bei mir Zuhause stattfinden wird. So werde ich alles geben und mal sehen, was daraus wird! :-)

 

Bis anhin, eure Janine :-)

UCI Weltcup Albstadt

Dieses Wochenende stand ein besonderes Rennen auf meinem Rennplan. Ich hatte mir dieses Jahr zum Ziel gesetzt in Albstadt am Weltcup teilzunehmen. Was für eine besondere Ehre mit der Startnummer 28, aufgrund genügender UCI-Punkte in den CUBE-Farben an den Start gehen zu dürfen. Aber bis dahin war es noch ein weiter weg.

 

Zuerst vorneweg, als ich Flurin, von Faktorsport.ch, mein Vorhaben mitgeteilt hatte und ihm sagte, dass falls er das ein zu hoch gestecktes Ziel sähe, ich es nicht machen würde. Er nahm wohl die Herausforderung an und sagte, er kläre noch einige Sachen ab, würde mich aber soweit unterstzützen, dass ich es schaffen würde. Mein Ziel: Runde durchfahren, Chickenline ja/nein egal. Ein paar Tage später erfuhr ich, dass Rick evtl. vor hatte einen  österreichischen sehr langen Marathon zu fahren und dieses Jahr gar nicht mehr am WC teilnehmen würde. Kurzer Hand fragte ich ihn, ob er und René evtl. ihren Plan noch ein Jahr umschmeissen würden und mit mir nach Albstadt mitkommen. Ich wollte das schon so lange und die letzten Jahren war ich technisch einfach nicht in der Lage und letztes Jahr bekam ich ja leider Probleme um diese Zeit mit einem gutartigen Geschwülst. Rick überlegte gar nicht lange, danke dir <3, und sagte kurzerhand, dann würde er den Mararthon fahren, dass dies auch von der Autofahrzeit her kürzer wäre und sie mitkämen. Letzten Samstag fuhren Flurin und ich dann zusammen nach Albstadt und schauten gemeinsam die Strecke an. Mit seeehr viel professioneller Geduld, einigen Tricks und Verbesserungen fuhr ich zwar ein paar Stellen, aber die ganze Runde war immernochnicht möglich. Als wir ins Auto stiegen dacht ich, das schaffe ich nicht mehr. Aber ich wurde aufgemuntert, ich solle es am Donnerstag nochmals versuchen und es nicht schlimm sei, wenn ich „nur“ die Chickenlines fahre, welche so bereits schon anspruchsvoll waren. Also raffte ich mich am Donnerstag nochmals auf wollte eigentlich auch nicht aufgeben. Ich wusste heute musste ich es schaffen. Entweder 1x rundherumkommen oder ich starte nicht. Rick begleitete mich spontan nochmals nach Albstadt. Am Nachmittag als wir wieder heim fuhren, ich konnte leider am Freitag nicht frei nehmen, schaffte ich es dann um die Strecke und wir holten gemeinsam die Startnummer ab.

Freitagabend, Rick und Rene hatten die Bikes gerichtet, Brigitte den Wohnwagen gepackt, kam ich aus der RehaClinic,, wir assen noch kurz und fuhren dann los nach Albstadt. Rose war natürlich auch mit dabei J

Sonntagmorgen 9 Uhr fiel der Startschuss für uns U23 Frauen. Eine Startrunde und 5 normale Runden seien es zum fahren. An sich kam ich gar nicht schlecht weg, allerdings lässt halt eben meine Ellbogenarbeit noch etwas zu wünschen üben und nach einem kleinen Sturz vor mir, kam ich erst sehr weit hinten in den Aufstieg ins Bullentäle, wo man gleich spürte, wie eng der Kurs ist. Ich gab trotzdem alles und fuhr Runde um Runde, auch wenn ich bergab immer wieder Welten verlor. Ab Runde drei konnte ich irgendwie nicht mehr richtig einklicken – ja Flurin, ich denk das Flatpedaltraining wäre mal gut ;-P – und ich musste mich konzentrieren bei den Absätzen  nicht den Kontakt zu verlieren. Aber es war cool und machte sogar etwas Spass, auch wenn ich wirklich voll am Anschlag fuhr J Im Ziel war ich wirklich üüberglücklich, denn es ist ein persönlicher Sieg für mich. Einfach mitten in der Saison an einem Weltcup teilnehmen zu können und noch dazu im eigene Trikot, können glaube ich nicht viele von sich behaupten und jeder, der mich auf der Strecke hat rumeiern gesehen, der soll es erstmals mit Puls 180 selbst nachmachen! ;-) Es war aufjedenfall eine mega Stimmung teils mit eigenem Namen das Bullentäle hoch angefeuert zu werden! Danke euch! Am Ende kam ein 47.Rang für mich heraus.

So, nun sind wir auf dem Heimweg, nach einem mega heissen Wochenende in Deutschland! Vielen, vielen Dank an René, der in der Techzone stand und mich betreute, danke an Rose für jedes Lächeln, welches sie uns am Wochenende auf das Gesicht zauberte, Brigitte für den Backup von zuhause aus immer unter der Woche, an Rick, der mir momentan so viel im Alltag abnimmt und auch an mich glaubt, wenns mal schwieriger wird an seinem Ziel zu glauben. An CUBE für mein allererstes Fully und die hammer Rädli noch dazu J. Macht mich richtig stolz dieses fahren zu dürfen! Und zu guter letzt vielen Dank an Fakorsport. Ohne, hätte ich wohl das Handtuch geschmissen. Nun stelle ich auch im gleichen Atemzug meinen neuen Headsponsor für dieses Jahr vor! Es ist absolut nicht verständlich die 1 zu 1 Betreuung  als reine Nachwuchsarbeit in diesem zeitlichen Rahmen zu erhalten. Noch dazu als eigentlich Deutsche in der Schweiz! J  Danke und bis Bald, eure Janine!   

2. Rang EKZ Cup Schwändi 30.4.2017

Am Sonntag, den 30.4.2017 fuhr ich, nach der verregneten Woche, mit Rose zusammen hoch ins Glarnerland, wo wir uns mit Rick trafen, der sein Training bewusst in Schwändi beenden liess, um mich zu betreuen.

Spontan hatte ich mich dazu entschieden das erste Rennen der CC-Rennserie zu nutzen, um einen guten Trainingsreiz zu setzen. Zum Glück gibt es im MTB keine B-Note fürs Technische, sonst wäre ich wohl einige Plätze weiter hinten gelandet. Aber mit mehr Glück als Verstand konnte ich doch den teils rutschigen Parcours durchfahren. Nach einem schnellen Start, fuhr ich ein relativ konstantes Rennen und fand immer mehr in meinen Rhythmus hinein, sodass ich am Ende mit 1:50min Rückstand auf Katrin Leumann und mit 2 min Vorsprung auf Tina Züger, als zweite über die Ziellinie fuhr. Heute war wieder ein normaler Arbeitstag angesagt und deshalb bin ich nicht, wie gewohnt, am 1.Mai Rennen in Löhningen gestartet. 

Danke Rick fürs Betreuen und den doch noch schönen Sonntag im Glarnerland.

Anbei noch ein paar Bilder vom Rennen:

2.Rang Bike Marathon Kempten 23.4.2017

Wie sagte Rick letztens. Kempten zählt nun zu unsere überregionalen Frühjahrsklassikern, welche wir nutzen, um ein paar Rennkilometer auf dem Bike zu sammeln, bevor es dann an die grösseren Rennen geht. So standen am Sonntag zwei Runden mit jeweils 39km und etwa 750hm an. Ich freute mich darauf, da wir in dieser Zeit, bei lieben Bekannten, Fam. Besler, übernachten dürfen. Ganz fit im Training fühle ich mich allerdings seit ein paar Wochen nicht. Aber nun gut, das gibt es eben und gehört auch dazu. So fiel um 10 Uhr der Startschuss zu den 76km und das Wetter war, trotz etwa 3°C eine 100%-ige Steigerung zum letzten Jahr. Die Startphase verlief eher gemächlich – mir entgegenkommend, ich suchte meinen Rhythmus, fand ihn irgendwann und fahr so weiter. Dieses Jahr fand ich die wenigen Trails, die es auf der Runde hatte, sogar richtig spassig und freute mich darauf. Vielleicht lag dies an faktosport.ch?! ;-) Naja, am Anfang fuhr ich noch mit Annette Griner zusammen, musste allerdings dann in der Fläche reissen lassen und fand auch im weiteren Verlauf einfach keine Gruppe in der ich mich mal etwas verstecken konnte. Als dann auch noch einige nach der 1. Runde ins Ziel abbogen nahm ich eben die 2. Runde alleine unter mein CUBE Elite C:68. So genossen wir die traute Zweisamkeit und die bayrische Ruhe (mein Elite C:68 genoss wohl die bayrische Heimatluft) im Kemptner Wald ;-P . Natürlich versuchte ich, was meine Beine her gaben, allerdings erreichte ich Annette nicht mehr. Natürlich sehr zufrieden mit der Platzierung (2.Rang Frauen Elite; 1. Rang HK weiblich, Langdistanz) und zwar etwas semizufrieden mit meiner Leistung, schliesse ich nun das Rennwochenende ab.  

 

Hebt euch Sorg und Kette rechts, eure Janine!

 

PS.: Danke René fürs Betreuen und auch der ganzen Fam. Besler für eure Unterstützung!

100km unterm Hohentwiel 15.4.2017

Am Samstag nahm ich mein Vereinsrennen unter mein WLS Axial SL. Für mich galt es als ein Trainingsrennen, damit ich es in die Osterfeiertage einbauen konnte. Schlussendlich  konnte ich die ganze Zeit gut im Feld bleiben und es kam zu einem Schlussprint, wobei ich 17. wurd du Vizebezirksmeisterin. Das passt dafür und ich habe euch noch einige Bilder angehängt J

Eggberg Marathon 08.04.2017

Letzten Samstag fuhr ich in Bad Säckingen beim Engberg Bikemarathon die lange Distanz über 48km. Ich kannte die Strecke bereits vom Vorjahr und wusste in etwa was auf mich zukommt. Dieses mal fuhr ich aber nicht alleine, jetzt hatte ich eine ganze Familie mit dabei - Rose, Rick  und seine Eltern. Ich war ein bisschen nervös, weil ich jetzt doch seit einer Woche als Studierende mit praktizieren in der RehaClinic Zollikerberg angefangen habe und so mein Trainingsumfang leider schon abstriche machen muss. Zudem bin ich schon ziemlich KO gewesen... Doch meine Nervosität war bald verflogen, als der Startschuss fiel. Das Tempo war vom Start an sehr hoch und ich probierte meinen eigenen Rhythmus zu finden. Doch die erste von zwei 24km Runden, wollte mein Körper noch nicht richtig Rennen fahren. Mein Kopf explodierte beinahe, meine Haut juckte und biss (die Pollen haben wohl ziemlich Gas gegeben, womit mein Körper wohl, wie jedes Jahr, durch muss...). Doch ab der zweiten Runde ging es irgendwie immer ein bisschen besser und so konnte ich von den anfangs fast 4min Rückstand auf wenige Sekunden verkürzen :-) Ich denke dieses Rennen war eigentlich ganz gut.. Schlussendlich wurde ich noch gute Zweite :-) Ich habe gesehen, das ich auf dem richtigen Weg bin und wenn dann alles rundherum passt, ich mich in der RehaClinic eingelebt habe, wieder besser Trainieren und Regenerieren kann, dann passt auch das Resultat  :-) 

Andalucia Bike Race 26.2.-3.3.2017

Dass ich am Rennen teilnehmen konnte, war ca. 3 Wochen vor Rennbeginn gar nicht so sicher. Als ich mir beim Umzug, ohne legliche Fremdeinwirkung das Fibulocalcaneare Band am Fuss anriss. Zwischenzeitlich konnte ich gerade mal 1,5h am Stück aufs Bike... Mit sofortigem, leider fuss- und herzschmerzhaftem Verzicht auf die legendärsten Skitourentage des Jahres, konnte ich kurz vor Abflug, dank einer Menge Elektro-/Physio- und etwas Fussstabitraining bereits wieder etwas auf wackeliger Unterlage stehen! Ich finde es beeindruckend, was so ein Wundheilungsprozess alles kann! Danke Menduri Hoessly, dass du mir schnell zur Seite standest und dir kurz die Zeit nahmst dein ärztliches mit meinem Physiostudentenassessment verglichen hast, als ich selbst nicht mehr ganz sicher war, nicht direkt ins Spital zu gehen und so einiges an Zeit einsparen konnte!

Nun aber zum Bericht:

Am 24.2.2017 flogen Rick Reimann und ich, mit René Reimann als Betreuer,  nach Malaga. Als wir endlich unser Mietauto gefunden und alle drei Bikes darin Platz gefunden hatten, fuhren wir nach Cordoba. Bereits beim Hinfahren sahen wir vielversprechende Trails und eine Landschaft voller Olivenbäume –> Andalusien halt. Nach einer kurzen Erkundungs- und Beinschüttelrunde durften wir gleich mal wieder die spanischen Gewohnheiten zu spüren bekommen. Denn es gibt stets immer erst ab frühestens 20 Uhr z’Nachtessen in den Restaurants, Salat und mal etwas dunkleres Mehl definitv fehl am Platz. Der Lautstärkepegel ist etwas hust höher, als bei uns zuhause ;-) Aber nun gut – andere Länder, andere Sitten. So ging der Anreisetag zu Ende und ich freute mich auf den nächsten Tag, denn ich durfte nun endlich hier etwas die Trails auskuntschaften mit meinem neuen Cube Elite C:68! J

 

Wir fuhren nach Villafranca, um den Prolog abzufahren. Schnell wurde klar, an Trails mangelte es dort dem Veranstalter nicht... à ab durch den Busch waren Rick und ich fast etwas high von der coolen Strecke ;-)

Danach noch kurz ans Race-Paddock auf einer Farm ausserhalb Cordobas, um die Startnummern zu holen und dann ab ins Bett.

Stage 1

Am 26.2.2017 fiel für mich um 15:37:20 Uhr der Startschuss auf den 38 km langen Prolog, gespickt mit etwa 1100hm. Mit der Startnummer 713 war ich die zehnte Frau, die auf die Strecke ging und fand relativ gut meinen Rhythmus und fuhr einfach mein Ding und hatte Spass an der Strecke, obwohl ich wusste, dass ich bei so vielen Trails bestimmt einiges an Zeit verlieren würde, wenn ich so auf die Startliste schaute. Nach dem Rennen wartete ich noch auf Rick, der etwa 1h später gestartet war, René putzte und richtete mein Bike für den nächsten Tag und wir fuhren wieder zurück nach Cordoba. René fragte noch kurz, ob wir nochmals nach einer Rangliste nachfragen sollten, aber ich verneinte und sagte, dass es eh nicht unter die ersten 3 gereicht hatte und wir uns so die Zeit lieber sparten. Wenn ich besser gefahren wäre, dann hätte ich ja etwas im Start-Ziel hören müssen. Als ich aus der Dusche kam, lachte Rick plötzlich auf und meinte ich sei 2. bei den Frauen Elite geworden.

 

Stage 2

Tags darauf fiel der Startschuss um 10 Uhr. Wir hatten wohl Poleposition mit unserem Hotel ;-) Die ersten 10km waren „neutralisiert“, sprich mit 45-50 km/h durch Cordoba gefahren. Mensch, war ich froh, als es endlich etwas nach oben ging. Leider hatte ich mir aber irgendwo einen kleinen Schleicher eingefahren. Es dichtete zwar rasch ab, aber ich hatte nun nur noch wenig Luft im Pneu. René stand bei Kilometer 23 beim ersten Techpunkt, ich fuhr bis dort hin, möglichst defensiv über den Trailanstieg, damit ich nun nicht noch einen Durschlag bekam. Dadurch büste ich allerdings etwas Zeit ein und es brauchte wohl einiges an Kraft. Denn als ich bei René gepumpt hatte spürte ich sofort, wie es wieder leichter vorwärts ging. Im weiteren gin es auf dieser Etappe „hügelig“ und über ein paar flowige Trails. Beim dritten Techpunkt vorbei, über teils tricky Trails und als es dann in den letzten Trail ging musste noch einmals die Konzentration hervorgekramt werden, da auf der Abfahrt, durch die teils kantigen und grosse Steine, schnell viel Zeit verloren gegangen oder einen Platten eingefahren werden konnte. So verzeihte einem das Hardtail keine zu späten Entscheidungen. Unten in der Fläche holte ich sogar noch die Vortagessiegerin ein, welche einen Platten hatte und so auf der Felge ins Ziel fuhr. Ich verpasste zwar leider das Podest mit dem 4. Rang, war aber bei dem Höhenprofil und Trailanteil voll zufrieden mit dem Tag. Im Gesamtklassement büste ich allerdings einige Plätze ein. ...

 

Stage 3

Auch am dritten Tag hatten wir mit unserem Hotel die Poleposition. Etwas kürzer ging es diesmals durch Cordoba und ich war wieder froh, als es bergauf ging. Rick hatte mir vielversprechend noch am Morgen erzählt, dass wir gleich am Anfang 400hm bergaf fahren würden J Das fand ich verlockend, bis ich in den Einstieg hineinfuhr und die Abfahrt von gestern erkannte. Sprich wir fuhren zwar bergauf, aber so ziemlich alles über die ruppigen und losen Steine. Weiter ging es auch auf Trails und als ich nach 2:29h auf mein Garmin schaute und sah, dass ich von den „lappigen“ 79 km noch nicht einmal die Hälfte hatte, dafür aber bereits mega K.O. war, liefs es mir grad kalt den Rücken runter... Aber es half nichts. Definitv motivierend war die fast schon „Tour de France“-Stimmung in den steilen kurzen Anstiegen. So ist wirklich cool, wie die Spanier dort anfeuern! Mitten im Busch! Die Etappe büst ich allerdings trotzdem einige Gesamtplätze ein, weil ich heute „nur“ ... wurde. Aber egal, wo konnte ich so gut an meiner Technik trainieren als hier?! Nach der Etappe hiess es noch etwa Destinationswechsel ins etwa 120km entfernte Linares zu fahren. Als wir im Hotel ankamen waren wir nicht mehr ganz so zufrieden ;-) Es ist wohl ziemlich üblich, im Inland Spaniens. Wir wussten nicht, dass an diesem Tag der Nationaltag Spaniens war, also war das zNachtessen noch schwieriger zu finden als sonst. Ebenfalls war das Hotel irgendwie geöffnet, aber halt auch irgendwie nicht, sodass sie nicht gerade um uns Biker bemüht waren. So lernten wir wenigstens noch eine weitere Gruppe Schweizer kennen. J

 

Stage 4

Vor der Etappe ging es heute wieder 30 min retour auf der Autobahn. In Andujer starteten wir leicht fröstelnd in einen sonnigen Tag. Die Arme und den Oberkörper konnte ich so langsam schon etwas spüren, wie er durch das bergauf und ab, so langsam müde wurden. Heute war Ricks Platten Tag. Die Strecke war von ein paar kleineren Anstiegen gekennzeichnet und ich lernte das spanische „Ausknocken von Konkurrenz“ kennen. Santanyez war mir technisch überlegen und als sie kurz vor den letzten 20km zu mir aufschloss musste ich versuchen im letzten gehügel stets immer so weit im Aufstieg nach vorne zu kommen, dass ich es vor ihr in den Trail schaffte. Dies gelang mir. Ausser eben die letzten beiden Male. Ein Fahrer wurde kurz gerufen, da ging es so schnell, dass ich gar nicht reagieren konnte. Am Trikot zog er mich zurück, blockierte kurz und nickte zu ihr. So war sie vor mir im Trail. Den letzten Aufstieg ging es auf Asphalt und ich motivierte mich nochmals mit aller Kraft, um nach vorne zu fahren. Aber natürlich halfen die anderen Männern nicht mit und ich schaffte es geradezu noch zu Santanyez aufzuschliessen, vorbei zu ziehen und zuerst in den Trail. Etwas müde war ich aber und machte einige Fehler, erschrak auch kurz und so musste ich sie weg ziehen lassen.

 

Stage 5

Tag der Könisetappe. Auf dem Plan standen 103km und wieder knapp 2000hm. Ja, das tönt gar nicht so viel. Aber die Relationen von Höhenmetern sind hier in Andalusien etwas anders als zuhause ;-) Eiegntlich kaum ein Anstieg mal länger als 5-10 Minuten. Und wenn doch, dann ist er entweder auf Steinschotter oder gespickt mit lauter kleinen Spitzen ;-) Ich wusste, dass es für mich heute eine harte Etappe werden würde.  Viele flache Passagen, gerade auch am Anfang, gehügel in der Mitte und am Ende die Tendenz zu bergab. Da war es wichtig, dass man mit der „richtigen“ Gruppe mitziehen konnte und das können die Frauen hier, im Gegensatz zu mir, verdammt gut: in der Fläche drücken. Aber, dass ich mich nicht nur auf eine harte, sondern gleich eine sehr harte Etappe zwischen den Männern einstellen durfte, wurde mir spätestens nach 5 Kilometern klar. Über Feldwege startete die Etappe und irgendwie musste ich mit einem anderen Biker tuschiert worden sein, fiel zwar nicht, allerdings verklemmte mein Kette. So sehr, dass ich schliesslich das Laufrad rausnehmen musste, um sie wieder zu lösen. Klar, bei Kilometer 5 sind alle eng beeinander und so konnte ich schon die letzten Fahrer sehen, als ich nach einem Seufzer wieder aufs Bike stieg. Nun 2 Möglichkeiten: Nach vorne (im Wind :-o) sterben oder eben hinten nix erben... Entscheidung gefallen, Kopf ausgeschalten und die Cube Elite C:68-Vergewaltigung nimmt seinen Lauf. Ständig holte ich Gruppen ein. Immer am evaluieren des richtigen Momentes loszufahren, um wieder eine Gruppe einzuholen. Bei René kam ich auf Platz 14 vorbei :-o L Immer wieder verlockte es nun einfach im Windschatten weiter zu fahren, allerdings sah ich ja, wo ich mich etwa aufhielt und so war klar, dass ich dann sicherlich 30 Minuten an Zeit zu den anderen Frauen vor mir verlieren würde. Als ich fast den Kopf hängen liess und lange Zeit weit und breit keine Frauen mehr sah, sah ich endlich ein Aufstieg vor mir. Und mitten drin einige bekannte Trikots. Da musste ich also hin. Reche, reche und irgendwie mogelte ich mich durch und kam dort an, wo ich eigentlich etwa gefahren wäre. Jetzt durfte ich bloss nicht noch mehr Überpacen, aber ich war froh endlich wieder dabei zu sein. Schlussendlich fuhr ich die Etappe auf dem 4. Rang zu Ende. Die letzten 20 Kilometer waren komplett langsam abfallend auf blödem Schotter! Aber ich versuchte einfach zu fahren was ginge mit der Angst im Rücken, dass mich die Fullys einholen würden! Überglücklich komme ich im Ziel an. Nun war ich aber ziemlich durch ;-)

 

Stage 6

Aber es standen ja nur noch ganz wenige km heute an. 49km und 1000hm. Diese verliefen an sich ohne Vorkommnisse. Ich versuchte einfach nochmals auf der „XC“- Distanz zu geben was ging, aber der Tag zuvor hatte mir zu viel Kräfte geraubt, welche ich nun einfach nicht mehr hatte. Dafür gab es nochmals eine Ladung flowige Trails zum Abschluss ;-) Die schnellen, engen Kurven kamen meinem Hardtail sehr entgegen und ich freute mich daran! Gegen Ende konnte ich noch an Mej Schneider Thomson vorbei fahren. Das schöne war, ich wusste dass sie im Gesamtklassement direkt hinter mir war. Das nicht so schöne, sie kam auf der langen Schlussgeraden mit der Männergruppe doch noch an uns heran und gewann den Schlusssprint. Sie Platz 6, ich Platz 7. 

Nun ist es geschafft. Pünktlich zum Ende des ABR fing es an zu regnen und wir schauten, dass wir ins Hotel kamen. Mit einer Menge neuer Erfahrungen, ein paar UCI-Punkten im Gepäck und Vorfreude auf die kommende Saison fliegen René, Rick und ich 3 Tage später aus Malaga wieder retour. Und dass ihr den Bericht erst jetzt zu lesen bekommt wurde zum Einen vom Arbeiten und zum Anderen eventuell von diesem Frechdachs (siehe Bild) beeinflusst. Das ist „Rose“, welche wir direkt nach zweistündiger Verspätung des Fluges im Appenzell abholten J Willkommen liebe Rose und ich freue mich, dich als Begleiterin in Zukunft mit dabei zu haben! Auch wenn ich persönlich vllt nicht so viel Zeit mit dir verbringen kann, wie du es gerne hättest J

 

Vielen, vielen Dank René, dass du uns in Andalusien unterstützt hast und zudem auch immer rasch das Material gewartet hast! Ebenfalls vielen Dank an meinen Vater, welcher die Tickets gesponsert hat! Und ein riesiges Dankeschön geht auch an CUBE. Das neue Hardtail ist schon mal wirklich ein Traum, ich komme gut damit zurecht und bin schon mega gespannt auf das Fully! J Auch danke an Mac Bike, der noch schnell ein kleineres Kettenblatt bestellt und gesponsert hatte, sodass ich nun angenehmer im Rennen fahren konnte. Und zu guter Letzt auch danke an Rick: Mal schauen, wie wir die Projekte Rennsport, Studium, eBike Uster und Rose unter einen Hut bringen, freue mich aber riesig darauf.

 

Als nächstes stehen nun erst ein paar Trainingsrennen der Schmolke Carbon rennserie auf dem Programm, bevor es dann mit dem Rennen in Bad Säckingen in die deutsche Marathon Saison startet. Bis dahin roll on! J

 

Eure Janine

 

P.S: Weil ich die fast einizige deutsche Starterin in diesem Jahr war, hatte acrossthecountry, die MTB-News-Website täglich von mir berichtet. Schaut doch mal rein: Acrossthecountry

Zudem sind hier die Ergebnisse der ganzen 6 Tage aufgeschalten. 

Willkommen kleine Rose :-) *17.12.2016
Willkommen kleine Rose :-) *17.12.2016

Snow Bike Festival 2017 - Come up, slow down :-)

Nun ist es schon wieder Geschichte und ich darf mich zu denjenigen zählen, die das erste UCI Rennen auf Schnee und mit einem Fatbike absolviert hat. Es waren spannende Tage, eine mega tolle Landschaft, Pulverschnee und definitiv ein spassigeres Intervalltraining als zuhause J Am Ende sprangen widererwarten sogar ein 5ter Overall rang bei den lizenzierten Fahrerinnen heraus. Aber von vorne:

 

Donnerstag, 19.1.2017: Prolog

Wir fuhren um 8 Uhr hoch in Richtung Berner Oberland, um zuerst am Apartment in Zweisimmen den Schlüssel zu holen und danach die Startnummern in Gstaad im Land Rover Village abzuholen. So startete ich bereits um 15:38 Uhr zum Prolog. Im Gegensatz zu den unlizenzierten Fahrern und als wir den Kurs anschauten, hatten sich die Verhältnisse definitiv verschlechtert und ich kam überhaupt nicht damit zu recht. Als erste Frau startend kämpfte ich eher damit nicht die Ruhe zu bewahren. Es half aber nicht viel und es sprang ein 9. Rang für mich heraus. Naja, ich dachte mir: „Nun gut, daran muss ich mich bei DEM Starterfeld nun wohl gewohnen. Die Form ist ja definitiv noch nicht  auf dem Höhepunkt, wir sind da zum Spass haben und ein gutes Training zu absolvieren und und und...“ Nach dem gemeinsamen Abendessen war die Enttäuschung dann bald vergessen und wir fuhren retour in unser Apartment. 

Freitag, 20.1.2017: Stage 1 (29,9km 786hm)

Thermometer 9 Uhr: -18°C sonnig

... und uns wurde bereits am Vortag gesagt, dass es noch kühler kommen würde ;-) Es war wohl das erste Mal in meinem Rennfahrerleben, dass ich mit der warmen CUBE-Jacke ein Rennen fuhr! Und es war genau die richtige Entscheidung. So konnte ich nach dem neutralisierten Start in Richtung Rougemont ohne zu frieren die Saane entlang racen. Grösstenteils waren die Wege planiert und bereits vor dem Start sah ich wie viele sich entgegen eines Fatbikes (>15kg) entschieden hatten und ihre normalen CC-Bikes (8-10kg) einsetzen. Rick und ich diskutierten zuhause darüber, wie wir es wohl machen wollen. Schlussendlich entschieden wir uns dazu, dass das SBF in unseren Augen nicht in einer Materialschlacht ausaten sollte, eine spassige coole Erfahrung sein sollte und dadurch, dass es nicht von der UCI geregelt worden ist, dass wir es für uns regeln, indem wir NUR die Fatbikes mit hoch nehmen. Wir wollten einfach ein Fatbike-Rennen fahren, so wie es geplant war. Für Sekundentuning bleibe uns noch eine ganze Saison Zeit J

Nach einem flacheren Stück ging es nun bergauf an die Bergstation Eggli. Unten fuhr ich auf Hielke auf, wollte mit ihr zusammenarbeiten aber irgendwie klappte es nicht. So fuhr ich alleine bis oben. In einer wundervollen Landschaft. Oben angekommen wurden meine Befürchtungen wahr und ich vermisste meine Ski! Nach einem miserablen Downhill von mir überholte mich Hielke noch und mit zwei Sekunden Rückstand kam ich als 5. ins Ziel. Na geht doch, dachte ich mir und war zufrieden mit meiner Leistung.    

Samstag, 21.1.2017: Stage 2 (33,5km 954hm)

Zuerst fuhren wir den gleichen Weg bergauf, wie wir gestern bergab mussten. Ich fand gut meinen Rhythmus und konnte als 3. Frau oben auf dem Eggli in die Abfahrt stechen. Es ging die Skipiste herab und ich verlor bis unten 2 Plätze – Schneitter und Hug fuhren an mir vorbei während ich irgendwie runter rutschte... :-/ Unten angekommen hiess es noch etwa 10 km das Tal hochwärts und wieder runterwärts – was ist das schon?!?! Aber halt eben auf der Langlaufloipe! Alleine und mit gefühlt 50kg Umwucht zu bewegen. Ich dachte ernsthaft noch, dass ich ja evtl. noch auf die beiden auffahren konnte, aber mehr als Körner verbrennen und mir die Kraft zu rauben erreichte ich nichts. Durchgezogen hatte ich es aber und konnte das Rennen auf dem 5. Rang beenden. Also befand ich mich nun overall auf auch auf dem 5. Rang.

Abends gab es dann noch ein spezielles Event. Ein Eliminator Nachtsprint: Ein kurzer Kurs mit ein paar Hindernissen. Der hatte Spass gemacht, auch wenn ich Süss wohl behinderte à Sorry... :-/    

Sonntag, 22.1.2017: Stage 3 (34,5km 706hm)

Wieder ein strahlend blauer Himmel schickte uns in Gstaad am Sonntag auf die letzte Etappe. Der Tag sollte nicht so kommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Lag es daran, dass nun mein Kopf bereits mit der „flacheren, viel plattgefahrene Etappe“ abgeschlossen hatte oder hatte ich gestern zu viel Kraft liegen gelassen? Keine Ahnung, aber ein letztes Mal die Chance zu haben im Schnee ein Rennen zu fahren kompensierte fast alles J Ich musste einfach aufpassen, dass ich nicht noch einen Overall Platz verliere. Heute waren es nur noch Süss und ich, die auf einem Fatbike unterwegs waren und ich bin stolz darüber damit soweit durchgekommen zu sein! Am Ende konnte ich mir meinen 5. Rang Overall Frauen Elite trotzdem noch sichern und wir wurden von Evert und Herrmann im Ziel mit einem Händedruck empfangen. Nun habe ich diese Jahr also auch fast ein „Soft-Cape-Epic“ in der Schweiz erleben dürfen ;-) --> Cool!

Das letzte gemeinsame Mittagessen im Zielgelände beendeten 4 unvergessliche Tage und es war eine gute Entscheidung teilgenommen zu haben. Als Belohnung konnte ich noch ein paar UCI-Punkte in meinem CUBE-Freeride 20+ mit nach Hause nehmen. 

Hier möchte ich mich bei René für die spassige Betreuung und das Warten in der Kälte bedanken. Sowie auch an CUBE (cube.eu) für das Bereitstellen unserer Fatbikes! Es war eine tolle Erfahrung! Zudem danke an Evert und Herrmann für die Organisation vom Snow Bike Festival in Gstaad!

 

So, nun werde ich mich noch ein paar Tage meiner Bachelor-Arbeit widmen, ein paar Trainings zuhause absolvieren, bevor es dann Ende Februar mit einem Etappenrennen in Andalusien (SP) los geht.

 

Bis dahin hebt euch Sorg, geniesst die Sonne und den Schnee!

Eure Janine

Baden-Württembergische Meisterin Radquer 2017

Am letzten Wochenende, 27.11.2016 fanden in Baden-Württemberg die Verbandsmeisterschaften im Radquer statt. 

 

(Für alle, die nicht wissen, was man darunter verstehen habe ich unten einen Link hinzugefügt) 

 

Am Samstagnachmittag holte ich Rick von der Arbeit ab, sodass wir zusammen nach Offenburg fahren konnten. Ich konnte zwar abends nicht mehr die Strecke besichtigen, aber dafür mussten wir am nächsten Morgen nicht noch die ganze Strecke fahren :-) Dass ich 2 Quervelos hatte, waren zum Einen Viviane Spielmann und Samuel Leumann zu verdanken, der mir spontan am Donnerstagabend sein Rennbike ganz selbstverständlich zur Verfügung stellte. Als ich nämlich am Donnerstag von der Uni heimkam und Rick mein cooles neues Quervelo fürs Wochenende parat machen wollte, bemerkte er dass bei einem Sturz (Dienstagmorgen) mein Schaltröllchen gerissen war und ich somit nicht auf meinem eigenem Bike fahren konnte. Er hatte aber wie gesagt bereits für Ersatz gesorgt! Nicht nur Ersatz, sondern ich fand es mega, dass er mir sein Rennbike einfach so zur Verfügung gestellt hatte! Danke dir!

 

So, nun konnten wir am Sonntag Morgen auf die Strecke und ich muss ein riesen Lob an den RSG Offenburg ausstellen. Es war eine coole Strecke. Rick erzählte mir, wie und wo früher der Weltcup durchführte und auch wenn wir sie nur streiften, war es eine abwechslungsreiche Runde! Das coole war ebenfalls, dass mein Heimatverein VC Hohentwiel Singen, bzw. einige Fahrer/-innen auch dort waren, welche ich ja sonst bei Bikerennen eher weniger zu Gesicht bekomme. So viel nun der Startschuss zum Rennen bei sehr guten Verhältnissen. 

 

Vor dem Startschuss konnten wir aber mal wieder den deutschen Bürokratismus im BDR spüren, sodass wir 10min später starteten und auch kein eigenen Rennstart hatten. 

Von Anfang an, wollte ich möglichst weit vorne mitfahren, kam aber am Start nicht wirklich nach vorne... Erst am zweiten Anstieg konnte ich mich leicht absetzen und auf die Führende aufschliessen. So fuhren wir Runde um Runde zusammen, aber jeder versuchte immer mal wieder zu attackieren oder zumindest Fahrtechnikfehler des anderen zu seinem Gunsten zu nutzen ;-) Das machte richtig Spass. In der zweitletzten Runde konnte ich mich dann absetzen und versuchte in der letzten Runde meinen ersten Baden-Württembergischen Titel einzufahren. Definitiv muss gesagt werden, dass ein paar weitere Frauen gar nicht am Start waren, wie z.Bsp. Elisabeth Brandau, aber ich freue mich trotzdem sehr darüber dass es geklappt hatte :-)

Am Abend musste ich dann meinen Wetteinsatz bei Rick einlösen und wir gingen noch mit meinem Vater zuhause Z´Nachtessen.

 

Somit war es ein erfolgreicher Saisonabschluss oder eben einen Saisonauftakt für 2017 ;-)

Nun, habe ich in diesem Jahr keine Rennen mehr, nachdem ich beim Flückiger Cross in Madiswil und an der EKZ Cross Tour gestartet bin (beides internationale UCI C2 Rennen).

 

Ich wünsche euch eine schöne vorweihnachtliche Adventszeit!

 

Flückiger Cross, Madiswil: 13.Rang

 

Link zum Radquer:

http://www.radquer.ch

Time to be thankful...

Resumée 2016 (Topplatzierungen):

1. Platz Schmolke-Carbon-Cup (Pfullendorf) 1. Platz Schmolke-Carbon-Cup (Mauenheim) 1. Platz Frauen Trainingscup (CH)

1. Platz Marathon Kurzdistanz Kempten

1. Platz Veringendorf Marathon

1. Platz EKZ-Cup (CH, Wetzikon)

1. Platz M2 Marathon Montafon (Schruns)

1. Platz ULTRA Bike Marathondistanz

(Kirchzarten)

1. Platz Eiger Bike Challenge, Mitteldistanz

(Grindelwald)

2.Platz BerGi Bike Race (Fribourg, Langdistanz)

3. Platz Garmin Bike Marathon Classics; Langdistanz

4. Platz Gold Trophy Marathon (Bad Säckingen)

5. Platz TransAlp (7 Etappen im Mixed Team)

5. Platz UCI World Series Marathon Alpnach (CH)

8. Platz (beste U23-Fahrerin) UCI World Marathon Series (Singen) 

Saisonabschluss am IronBikeRace  in Einsiedeln

 

 Letzten Sonntag, den 25.09.2016, fand mein letzter Marathon in der Saison 2017 statt. Das Iron Bike Race gehört, als letzter Lauf, zur Schweizer Rennserie Garmin Bike Classics und zählt mit seinen 101km und 3600hm zur Langdistanz. Gleich zu Beginn muss ich dazu sagen, dass ich eigentlich noch nie wirklich etwas mit Einsiedeln am Hut hatte ;-) Wer weiss, vllt, Schicksal, vllt. Fluch oder vllt. halt einfach zu spät für mich in der Saison... ;-) Auf jeden Fall ging in den letzten Jahren stets immer etwas schief dort. Nach Alpnach merkte ich auch dieses Jahr, dass die Saison lange war und vor allem, dass ich dieses Jahr viele Rennen (29) und davon mehr als geplant in der Langdistanz, gefahren bin. Das freut mich sehr, dass das so gut funktionierte, Körner hatte ich aber nun gegen Ende nicht mehr sooo viel. Kurz mit Rick abgesprochen sagte ich noch, eigentlich eher aus Witz, dass ich nachdem ich in Einsiedeln schon so oft aufgeben musste, eigentlich am liebsten grad die Langdistanz fahren würde... Kurzer Hand rechnete Rick meine Ergebnisse der letzten Läufe der Serie zusammen und erwiderte, dass ich ehrlich gesagt gar keine andere Wahl hätte als auf die Langdistanz zu gehen, wenn ich schon Chancen auf einen Podestplatz in der Gesamtrangliste hätte. So war kurzum angemeldet.

Sonntagmorgens um 8:20Uhr fiel dann der Startschuss für uns vor der grossen Kirche in Einsiedeln. Unter Traumbedingungen durften wir in das Rennen starten und mir kamen die ersten Kilometer wirklich schnell vorbei vor. Ich fand schnell in einen guten Rhythmus und fühlte mich sogar nochmals richtig motiviert J Auch dass ich gleich am Anfang meinen Bidon verlor, war schnell mit einem Ersatzbidon vergessen und dadurch, dass Rick ja nach mir startete konnte ich an den ersten Feedzones noch meine eigenen Flaschen von René gereicht bekommen. An 4. Stelle liegend kam ich in die Fläche rund um Studen. Einen anderen Biker hatte ich zum Glück mit mir und wir konnten gut abwechseln. Dummerweise hatte ich nach einer Kurve einen doofen Kettenklemmer und musste den schnell beheben. Bis ich fertig war und wieder treten konnte war der andere aber leider bereits 50m vor mir. Ich wusste ja dass es noch länger gehen würde, also trat ich nicht zu fest in die Pedale, damit ich nicht unnötig Körner verpuffte, versuchte aber auch nicht zu viel Zeit alleine im Wind zu verlieren. Stets in Sichtkontakt mit der Gruppe vor mir kam ich dann zum letzten längeren Anstieg. Etwa 1000hm auf den Spirstock. Ich fühlte mich noch immer super, aber plötzlich krampften bereits beide Beine und ich wusste nicht wie mir war... Ziel war es eigentlich gewesen stets so zu fahren, dass ich in der zweiten Rennhälfte noch punkten konnte, da es ja dann erst richtig hoch geht. Aber so konnte ich das vergessen. Per Kadenz und mit ziemlich Schmerzen beruhigte ich mich mit dem Gedanken, dass ich ja „nur“ ohne Defekt ins Ziel kommen musste und nicht all zu viel Zeit verlieren sollte. Aber wirklich Erfolg hatte ich damit nicht, immerhin fühlte ich mich ja super – ausser eben die blöden Beine die stets am krampfen waren. Ich konnte nicht mal etwas machen, dass die anderen beiden Fahrerinnen kurz vor dem Bergpreis mich noch einholten... Aber egal. Das Wetter war toll, das Panorama super und immerhin wusst ich dass ich mit jeder Umdrehung wieder ein Stück näher im Ziel war ;-) Bei den Abfahrten hätte ich mir GERNE Ricks Cube AMS ausgeliehen gehabt, hehe... Aber es ging auch so, wenn auch etwas ruppig und mit krampfenden Beinen vllt. Nicht so komfortabel.  So lief es dann noch die letzten 50km bis ins Ziel und ich freute mich riesig, egal was nun eben für ein Gesamtrang für mich rausgesprungen wäre, dass ich meine Saison wie geplant zu Ende gefahren hatte, „den Fluch von Einsiedeln überwunden hatte“ und nun im Ziel war. Frisch geduscht und nachdem wir etwas gegessen hatten durfte ich mich dann auch noch über den 3. Gesamtrang auf der Langdistanz der Rennserie freuen! Und die Zeit von 5:48h wurde mit einem 5.Rang bei den Frauen Elite belohnt! Sprich: 30min auf eine Esther Süss zu verlieren ist gar nicht mehr sooooo weit weg wie letztes Jahr ;-)

 

Somit ist es nun wirklich Zeit mich zu bedanken:

Danke an meinen Trainer, Rick Reimann, für das planen und organisieren der Trainings und Rennen. Besonders auch ein grosses Dankeschön an René und Brigitte Reimann, die mich das ganze Jahr über ganz viel unterstützt haben! Bike richten, Kochen, Ersatzmaterial organisieren,  etc. Zudem natürlich an meinen Vater, der mich finanziell  unterstützt, ebenso wie in diesem Jahr, Mac Bike Pfäffikon ZH, BOSCH (Beringen) und böhm+ architektur (Singen). Vielen Dank für die treue Unterstützung!

 

Nun befinde ich mich in der Saisonpause für knapp 1 Monat und mal schauen, vielleicht sieht man ja den ein oder anderen am Krapf Bike Cup! Eine Tasse Tee nach einem Matschrennen ist dann meist immer wieder eine tolle Sache! Ich werde mich dann wieder bei Neuigkeiten melden, eure Janine :-)

UCI World Series Marathon Alpnach

Am letzten Sonntag stand das vorletzte Rennen der diesjährigen Saison 2016 auf dem Programm und es galt noch ein Kriterium zu erfüllen. Die Qualifikation zur WM im 2017. Dadurch, dass es dieses Jahr lediglich 2 Rennen in der Schweiz gab, an denen man sich qualifizieren konnte, musste ich nun meine erste und auch letzte Chance versuchen zu nutzen. Ebenso waren die 86km und 3000hm der Lauf der Langdistanz der Schweizer Marathon Rennserie Garmin Bike Classics. 

Samstagmittag fuhren René, Rick und ich los nach Alpnach im Kanton Obwalden. Nach ein wenig Stau, kamen wir dennoch früh genug an, um noch eine kleine Runde zu drehen. 

Sonntagfrüh fiel dann der Startschuss um 7:45Uhr für uns lizenzierte Frauen. Ich konnte in das Rennen starten mit dem Gefühl, dass wenn ich normal fahre und mir keinen Sturz oder technischen Defekt haben würde bei dem kleinen Starterfeld auch mit der Quali rechnen konnte. Aber wie gesagt, zuerst das Rennen mal fahren und es war fast anstrengender als erwartet ;-) Ziemlich nervös war ich ebenfalls, weil nächstes Jahr die Weltmeisterschaften im Marathon bei mir im Heimatverein in Singen ausgetragen werden und ich da schon sehr gerne im Startfeld stehen wollte. Ebenfalls ist es mir aus zeitlichen (neben Studium) und finanziellen Gründen einfach dieses Jahr nicht mehr möglich auf die Azoren zu fliegen und mich dort noch zu qualifizieren. Ebenso mag ich die Schweizer Berge und liebe es bei Landduft und zwischen Alphörnern Rennen zu fahren ;-P 

Gleich zu Beginne des Rennens ging es erst einmal aspahltiert hinauf. Ich kannte die STrecke zwar nicht, aber plus-minus 1200hm. Darbellay, Hug und Walker fuhren erst einmal zu dritt und ich versuchte etwas dahinter meinen Rhythmus zu finden. Ich wollte nicht direkt überpacen, da ich mit etwa 5h Rennzeit rechnete und sie bereits recht zügig in den Berg fuhren. Walker fiel dann etwas zurück und ich konnte immer wieder Sichtkontakt halten zu ihr. Zumindest bis zum ersten höchsten Punkt, wo wir von den Männern eingeholt wurden. Rick kam auch :-) Und als ich mich kurz umdrehte zu ihm Schoss es mir liebevoll in die linke, dorsale autochthone Rückenmuskulatur. Obwohl ich am Morgen eigentlich noch Rick versucht hatte zu tapen wegen Rückenschmerzen... Tja, irgendwie sucht sich mein Körper immer seine nächsten Ideen heraus ;-)

Über das Geholper bergab tat es immer mehr weh und ich war fast wie ein Sack auf dem Velo, weil ich meinen Rücken kurzfristig nicht mehr wirklich bewegen konnte. Als es dann endlich flachsteigend weiter ging war ich sehr froh, da der Schmerz so plötzlich wie er kam auch wieder verschwunden war :-) Mit kleinen Trailpassagen und Gegenanstiegen gespickt ging es wieder bergab in Richtung Alpnach, wo das Ziel zum ersten Mal passiert wurde und wir auf die andere Talseite fuhren. Es war recht heiss und ich versuchte meinen Rhythmus weiterzufahren, wieder an René und der Techzone vorbei (ohne Platten :-)) und auf in die letzten, etwa 1200hm. Etwa 5km vor oben bekam ich plötzlich Sichtkontakt zur Fahrerin vor mir, leider drehte sie sich um, bemerkte mich und mobilisierte vermutlich ihre letzten Kräfte, da ich nicht mehr so schnell die Lücke schliessen konnte wie zuvor und in der Abfahrt war sie mir etwas überlegen. Vor allem aber war ich auch ziemlich KO so langsam und musste mich dannn schon noch fest konzentrieren um nicht noch gross Fehler bergab zu machen. Nach 5:09h  fuhr ich dann in Alpnach ins Ziel und war erstmal froh über das Resultat! 4. bei den Frauen Elite beim UCI World Series Marathon und beste U23-Fahrerin - Ziel erreicht. 

So, nun geht es am 25.09. noch in die letzte Runde der Garmin Bike Classics in Einsiedeln, welches ich dann auch wieder auf der Langdistanz absolvieren werde. Bis dahin geht's bei mir wieder ans Studieren. 

Keep on Rollin' und geniesst noch dies Sonnenstrahlen. Zum Beispiel am TestRide vom 17.9.-19.9. in Lenzerheide, bei dem auch CUBE vertreten sein wird? ;-)

"Kämpfa, kämpfa"... Holzmedaille Vallader Strecke NBM

"Kämpfa, kämpfa, chuma" war gestern das Motto, als ich um 7:10 Uhr, 5 Minuten vor Start, noch die letzte Anweisung von Rick bekam, dass ich egal wie es mich verbläst und wie lange ich brauche, fertig fahren soll. Selbst bis Abends um 9 würden sie auf mich warten ;-) Aus logistischen Gründen, war es uns fast nicht anders möglich, als dass ich die lange Distanz (wie Rick) fahre. So machte ich das nun und fuhr einfach mal drauf los. Klar hatte ich mein persönliches Ziel, andererseits hatte ich mega Respekt vor der Distanz und wieder andererseits freute ich mich auf einen ganzen Renntag auf dem Bike. Als 4. war mein Körper aber auch etwas Renn-KO. So fuhr ich und bekam den ersten Bidon von René in Fuldera. Bis dorthin, liefs eigentlich nicht schlecht, konnte sogar noch ein Stückchen auf den 3. Platz fahren, aber es verbliess mich dann, als ich von der Männergruppe abfiel und ziemlich viel alleine fahren musste. Beim nächsten Anstieg auf Döss Radönd, welchen ich einmal bei einem Alpencross vor zig Jahren hochgefahren bin. Aber definitv etwas anderes als im Rennen. Mit Respekt vor der zukünftigen Strecke fuhr ich mein Tempo und liess mich auch nicht mitziehen. Mein Körper sperrte und wollte irgendwie auch nicht, vielleicht auch zum Glück, weil ich definitiv nicht solche Rennlängen gewohnt bin. Trotzdem zog mich etwas bis hinter auf Livigno ;-) Denn es war das erste Mal, dass meine Schwestern an der Rennstrecke von mir standen und das hat mich wirklich riesig gefreut! Dort angekommen motivierte dies natürlich nochmals! Schön, dass ihr da wart! Dann gings hinauf auf den Caschauna, ab hier kannte ich die Rennstrecke nicht mehr. Also versuchte ich à la Grand Raid einfach die Höhenmeter hinter mich zu bringen. Bergab verlor ich aber trotzdem wieder etwas. Denn nach bereits 4h Renntempo und ziemlicher Hitze die Konzentration zu halten ist wirklich etwas anderes... Unten in S-Chanf wartete aber eine neue Überraschung auf mich :-) Eigentlich war abgemacht, dass ich ab hier von den normalen Feedposten Bidons nehmen würde, weil René dann zeitlich bereits für Rick am nächsten ist, aber er stand noch da. Natürlich wusste ich nicht, dass Rick wegen einem Defekt noch nicht den Posten passiert hatte, aber ich freute mich über einen neuen Bidon mit Energizer von GSFood gefüllt (ich will hier keine Schleichwerbung machen, aber ich freute mich wirklich auf den "gewohnten" und guten Bidon) und dass wieder jemand für mich an der Strecke stand :-) Merci René.

So ging es dann auf die letzten 50km und noch ein paar Höhenmetern in Richtung Scuol. Diese zogen sich noch recht, vor allem, weil ich von unserer Minigruppe so ziemlich die stärkste war und somit viel führte, um nachher am letzten Anstieg noch wegfahren zu können. Dieser zog sich aber noch ziemlich in die länge und irgendwie hatte ich auch sehr lange Zeit nichts mehr zu trinken. Umso mehr war ich froh, als ich das Schild sah Ziel noch 5km. Ich konnte es gar nicht glaube motivierte mich nochmals und freute mich abartig, als ich über die Ziellinie fuhr :-) Eine Studienkollegin, die bei Datasport arbeitet nahm mich auch gleich in Empfang und gratulierte mir. Ich dachte, dass René dann bestimmt auch gleich da ist, aber irgendwie fand ich ihn niergends... Zig mal fuhr ich hin und her und suchte ihn, machte mir etwas Sorgen, weil ja Rick auch niergends war und als ich dann sah, dass er auch nicht auf der Rangliste war, war ich wirklich verwirrt und machte mir schon ziemlich Sorgen... Ich hatte ja kein Handy, Autoschlüssel etc. bei mir. Zum Glück kam nach etwa 30 Minuten eine Kollegin, die mir Bescheid gab, dass ihr gerade Rick geschrieben habe, dass sie im Stau stehen würden wegen einem grösseren Unfall. Nachdem ich 2h ungeduscht gewartet habe, war ich wirklich froh, als sie dann endlich zusammen kamen. Ich war nämlich wirklich durch und wollte endlich duschen. Frisch geduscht waren wir dann alle froh, dass wir uns wieder hatten und ich wollte noch das Preisgeld abholen. Leider gab es wohl anscheinend für den 4. Platz bei den Elite Frauen keinen einzigen Rappen... Schade, wenn man so überlegt, wie viel ein "Fun"-Fahrer bekam und bei den Herren ebenfalls die ersten 10 Preisgeld bekamen. Generell nicht Swiss-Cycling- konform. Naja, aber gewonnen habe ich definitv viel: Rennhärte und -kilometer, Erfahrung und ich denke ich kann stolz darauf sein, als mit Abstand Jüngste, mein Vorhaben in 7:21h durchgezogen zu haben, obwohl ich so langsam die bereits lange Rennsaison spüre und KO bin. Und was noch wichtiger als die Platzierung erscheint, ist, dass meine Schwestern das erste Mal an einem Rennen von mir dabei waren. Das finde ich schön :-) 

Danke René wieder für deinen Einsatz wieder hier in Scuol! Ebenso natürlich auch an meine Sponsoren, CUBE, böhm+, BOSCH und GSFood, die mir für die Rennteilnahmen finanziell und materiell Unterstützung geben.

Als nächstes steht dann der Bikemarathon in Alpnach (CH) an. Bis dann, keep on Rollin'!

Eure Janine :-)

Sieg an der Eiger Bike Challenge in Grindelwald

Gestern fand das Eiger Bike Race in Grindelwald statt. Es ist wieder ein Lauf der Schweizer Rennserie Garmin Bike Classics, allerdings startete ich dieses Mal auf der Mittdistanz, d.h. 55km und 2500hm. Morgens um 7:45Uhr fiel unser Startschuss und es ging etwa 13km und 1000hm bergauf auf asphaltierter Strasse die Grosse Scheidegg hinauf. Michelle Wittlin legte gleich mal eine gute Pace vor und ich versuchte einfach irgendwie hinterherzukommen, aber ich hatte recht Mühe. Kurze Zeit später kam auch noch Ilona Chavaillaz mit gut Zug auf der Kette an mir vorbei. Ich konnte zwar den beiden folgen, aber blieb in sicherer Distanz. Etwa bei Kilometer 9 legte Chavaillaz nochmals zu und wir drei waren jeweils um etwa 30m distanziert - ich zuletzt. Naja, kurz vor oben schlossen wir wieder zusammen, Wittlin zeigte aber dass sie noch vorig hatte und ich halt eben nicht so. Zu einem Rennen muss eben wirklich vieles stimmen. Die Form, der Kopf, das Bike. Die letzten Wochen fühle ich mich noch nicht 100% wieder rennparat, was mich aber nicht negativ beunruhigt, sondern ich sehe dass ich noch recht per Bicarbonat-Synthese renal kompensiere und somit muss ich mir keine Sorgen machen, dass es an der Form läge. Also fuhr ich meinen Tramp weiter und zog mir immer wieder das hammer Panorama auf die Eiger Nordwand rein (wer weiss wieviele Gamsen uns aus der riesen Wand beobachteten ;-) In der folgenden Abfahrt am Bort gab es einige Schrecksekunden. Im Nachhinein hatte ich erfahren, dass dies anscheinend öfters passieren würde, weil meine Bremsen zogen hinten rein gar nicht mehr. Trotz pumpen kam sie einfach nicht und ich musste schauen, dass ich noch die Kurve bekam. Ständig passierte dies und ich hoffte darauf, dass ich vorne einfach noch genügend Bremsbelag drauf hatte. Bei René kam ich an der Bussalp auf Rang 3 liegend vorbei. Schnappte mir meinen Bidon und fuhr weiter. Etwa ab dieser Stelle kamen dafür so langsam meine Beine und ich konnte etwas mehr pushen. Ich kannte die Strecke nicht, genoss weiterhin immer wieder einige Augenblicke das Panorama, welches wir unter strahlend blauem Himmel geniessen durften. Zum Genuss wurd der weitere Streckenverlauf aber glaube ich für wenige ;-) Es ging nun nämlich das "Bort" hinauf - eine asphaltierte steilere Strasse, auf der der uphill-Preis stattfand und auf der in der Mitte etwa die Mutter von Alessia Nay stand, um mir neben Alessia auch meinen Bidon zu geben, da René zwischenzeitlich schon für Rick ins Ziel musste, damit er noch rechtzeitig vor Rick dort war. Danke euch dafür! :-) Danach ging es noch einmal recht steil über Rasengittersteine bergauf, bevor es dann wellig über einige kleine Trails gen Ziel ging. Mittlerweile konnte ich besser abschätzen, wann, wo und wie meine Bremse ziehen würde und ich versuchte möglichst ohne Sturz mittels Vorderbremse sicher richtung Tal zu kommen. Als ich dann auf die letzte flache gerade kam, freute ich mich mega, da ich merkte dass ich ja auf dem 1. Rang lag. Mich holte ein Führungsmotorrad ab und ich gab nochmals Gas. Leider ging das nicht lange, da 3 Autos mit etwa 25km/h vor mir hertuckerten und mich erst am Ende vorbeiliessen... Da bekam ich dann schon nochmals Herzrasen, weil ich überhaupt nicht wusste wie weit ich von Wittlin und Chavaillaz entfernt war. Der letzte Kilometer führt dann recht steil nochmals direkt ins Ziel im Dorfzentrum von Grindelwald und die waren wirklich nochmals fies ganz am Ende ;-) Die letzten Meter vor dem Ziel konnte ich es wirklich kaum fassen, dass ich es wirklich geschafft hatte zu gewinnen und das Rennen für mich entscheiden konnte! Ich möchte hier erwähnen, dass ich gaaaar nicht an meinem Material meckern, weil meine Schaltung hammer saubere Leistung die letzten zwei Jahre erbracht hat, aber leider nun nach 2 Saisons aus Trainings- und Rennbetrieb wirklich feingefühl von René und Rick braucht um stets wieder gut eingestellt zu sein und ich immer mehr hoffe, dass sie mir nicht ganz aussfiel. Deshalb dachte ich bei der Fahrt über die Ziellinie: 

"Jippiee, meine neue Schaltung ist gesichert!!" 

Das dachte ich mir und hatte uuu mega Freude daran und war wirklich glücklich und froh über den Sieg! 

Es war ein wirklich schönes Rennen, v.a. landschaftlich, aber natürlich auch für mich, denn ich hatte wirklich nicht mehr mit einem Sieg gerechnet gehabt und schlussendlich hat es sich dann doch gelohnt zu kämpfen! 

Am Abend/in der Nacht auf Montag fuhren mein Freund und ich dann noch nach Livigno weiter, wo ich mehr oder minder bis zum Nationalparkmarathon in Scuol bleiben werde, ein Wochenende Rennpause habe, um mich wieder etwas sammeln zu können, trainieren darf und die Trails in und um Livigno geniessen darf :-)

Vielen, vielen Dank an René fürs betreuen, Familie Nay, die mein Bidon nahm, GSFood und natürlich ein Dankeschön an CUBE :-)

Bis demnächst eure Janine!

Sieg am M2 Marathon in Schruns, Montafon

Gestern, am 30. Juli 2016 fand der jährlich immer wieder sehr gut organisierte M3 Montafoner Marathon statt. Dabei gibt es 4 Strecken zur Auswahl. Wie letztes Jahr auch, war ich zur Mitteldistanz, also 65km und 2550hm gemeldet. Nach der TransAlp liess ich den Start offen, da ich eben zwar bereits gemeldet war zum Rennen, weil ich ja erst nicht wusste, dass ich an der TransAlp starten würde. Nachdem ich ab und zu darüber hirnte, ob es überhaupt Sinn machen würde und dass ich mich eben nicht verheizte. Mein Trainer und ich einigten uns auf „Bauchgefühl“ und ich entschied mich dann für das Rennen. Auch weil eben bereits Übernachtung und Startgebühr bezaht war – halt eben im Wissen, dass ich noch nicht so parat und spritzig für ein 1-Tagesrennen wieder sei.

So fuhren René, Rick und ich am Freitag Mittag wieder in Richtung Schruns, wo wir in der JUFA übernachteten. Samstagmorgen fiel moderat um 9 Uhr der Startschuss. Diesmal fuhren die Männer etwas easier als sonst, was positiv und auch negativ für mich gewesen sein konnte ;-) Ich nehme mal das Positive und ich konnte mich wohl eine längere Zeit stark fühlen und vorne mit cruisen ins Silbertal hinter ;-) Da ich die Strecke bereits kannte versuchte ich bald meinen Rhythmus und „meine“ Männergruppe zu finden. Ich fühlte mich wirklich definitv nicht gar so spritzig, sah aber auch, dass ich in Führung liegen musste, weil keine Frau mehr mich überholt hatte. Also sagte ich mir, fahr einfach Janine. Wenn dann eine Frau von hinten kommt, dann musst du dir halt was einfallen lassen. Deshalb schaute ich mal noch kurz auf die Watt, um zu sehen wie ich so unterwegs war. Der erste Anstieg war geschafft und über kurze kleine Rampen und einen kleinen Schock, als mein Hinterrad komische Knackgeräusche machte, als ob eine Speiche gerissen wär oder das Schaltwerk streifen würde, dann hinab in eine Abfahrt. Dort stand René schon mit dem Bidon und ich fuhr mal wieder alleine in Richtung 2. Anstieg. Dort hoffte ich, dass ich etwas flockiger hochfahren konnte. Naja, flockiger war´s nicht, aber um einige Fahrer einzuholen hat es gelangt ;-) Auch auf David Schädler, ein ehemaliger Velokollege von Serpentine holte ich wieder ein und wir schraubten uns dann eben gemeinsam die letzten Meter hinauf. Die Abfahrt war cool, hehe. Asphalt und stets gut einsichtig ging es bergab wieder in Richtung Tal, wo es dann noch etwa 6km flach bis zur Ziellinie war. Zuerst bekam ich noch das Hinterrad vom David, dann dacht ich, dass ich jetzt selbst noch etwas Lok spielen möchte, denn ich hätte mich wohl sehr geärgert wenn dann doch noch eine Frau aufgefahren wäre. So fuhren wir dann bis ins Ziel, wo ich schon von René und Rick empfangen worden bin, der bereits bei den Herren Elite 5. wurde. Ich freute mich natürlich, dass ich dieses Rennen gewonnen hatte und vor allem auch, dass ich trotz meiner Unspritzigkeit mich zeitlich verbessern konnte! Nach dem Rennen genossen wir dann ein kühles Bad im Fluss, worauf ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte! J

Merci Rick zum Überreden, dass ich doch gestartet bin und vor allem, dass ich das Rennen auch etwas geniessen konnte. Auch wenn ich mich etwas überwinden musste die Beine zum Treten zu bringen ;-) Natürlich auch René zur Verpflegung danke und ein riesen Dank an mein geliebtes CUBE Elite 29, dass der kleine Schockmoment ein Fehlalarm war und du mich ein weiteres Rennen begleitet hast!

Nun stet das nächste Rennen am Samstag in Ischgl an. Bis dahin liebe Grüsse eure Janine!

Fahrtechnik bei Faktorsport.ch

Heute habe ich Flurin Carisch von faktorsport.ch kennen lernen dürfen. Eine erste Standortbestimmung stand auf dem Programm und Spass hatten wir auch dabei. Ich freue mich auf eine spannende gemeinsame Zeit! Was,wer und wo faktorsport.ch ist könnt ihr gerne auf der Homepage nachlesen. Schaut doch mal nach:

www.faktorsport.ch

Bike TransAlp 2016 mit Pierre Bischoff

Vor 2 Wochen habe ich morgens, kurz vor der drittletzten Prüfung, eine Nachricht von Miri (Mirjam Gysling) auf dem Handy gehabt. „Janine, magst du mich an der TransAlp dieses Jahr vertreten?“ Dazu muss ich erzählen, dass ich eigentlich mit einem Freund zusammen starten wollte, aber nicht direkt zusagen konnte, weil ich genau in dieser Woche möglicherweise an Nachprüfungen hätte gehen müssen. Da es nun fast so aussah, dass ich ohne Nachprüfungen durch das Semester kommen würde, sagte ich spontan unter Vorbehalt zu. Also waren schnell die Nummern ausgetauscht und als ich dann am Freitag darauf die Ergebnisse bekam, stand es fest, dass ich bereits in 1 Woche an der Startlinie meiner 1. TransAlp von Imst nach Arco (also etwa 560km und 17000hm) stand. Ich freute mich wie ein kleines Kind, dass ich nun doch starten konnte und vor allem war ich mega gespannt, für die Stadt Nauders, mit dem diesjährigen Race Across America Sieger, Pierre Bischoff, starten zu dürfen. Mir stand wohl eine lehrreiche und spannende Woche bevor, was sich wohl viele andere wünschten. So jemand als Teamkollege zu haben. Sprich: Ich kannte ihn definitv noch nicht persönlich.

 

So richtete mir Chefmechaniker René mein Bike. Frische Beläge drauf, frische, Bremszüge, neue Milch... Da Miri mir noch zeigte was sie für eine tolle Bewerbungsmappe für mich bei Pierre zusammengestellt hatte und Pierre auch sagte, dass es ihm rein um das Erlebnis gehen würde und er noch KO von der RAAM sei, durften Rudi und die Appenzeller Biberli natürlich nicht fehlen ;-) Schon lange hatte ich ihn nicht mehr montiert gehabt, aber ich freute mich darauf!

 

Am Samstagmorgen machte ich mich also auf den Weg in Richtung Imst, wo ich dann auch Julia Agerer, unsere Betreuerin, und eben Pierre kennenlernen durfte. Startunterlagen waren schnell abgeholt und wir schauten, dass wir retour nach Nauders kamen. Ich war schon etwas aufgeregt. Dort richteten wir unsere Räder, fuhren noch eine kleine Runde auf den Mutzkopf, fuhren den ersten Platten ein und Julia richtete danach den Znacht mit heimischen Rind und Salat.  Fein wars!

1. Etappe Imst-Nauders (88km)

Sonntagmorgen 9 Uhr fiel der Startschuss zur ersten Etappe und ich merkte schnell, wie es ist, einen RAAM-Sieger als Partner zu haben. Ich musste schauen, dass ich mich noch etwas einfahren konnte, aber naja à Just for Fun J Der neutralisierte Start lief soweit gut und als es das erste Mal bergauf ging versuchte ich einfach mal so zu fahren, wie ich ein Rennen auch sonst an ging. Immerhin war ich ja die Frau. Alles lief auch soweit gut, bis auf ein Mal von hinten Rufe kamen, etwa nach 10km, dass sich Pierre vermutlich verpaced hatte. Ich fragte, ob er getrunken hatte, gegessen hatte. Nun gut, dann liessen wir eben die anderen Teams erst einmal fahren und wir versuchten etwas konstant weiter zu fahren. Immerhin wusste ich, dass ich bergab wesentlich schwächer war als er und fuhr halt dann kurz bevor es bergab ging etwas voraus, sodass wir uns unten wieder fanden. Wir hatten ja noch weitere 6 Tage Zeit J Der letzte Hügel noch von Martina hinauf fuhren wir dann in Teamwork und als wir in Nauders ankamen war ich erstmals mega froh, aber auch verwirrt und angespannt und hoffte dass wir die nächsten 6 Tage besser schaffen würden. Es sprang ein 8. Platz in der Mixed Wertung heraus. Nach diesem Rennen fuhren wir erstmal „nach Italien über die Grenze“ auf einen Café und ich durfte einige tolle und spannenden Geschichten und Erfahrungen vom RAAM kennen lernen!

 

2.Etappe Nauders-Scuol

Bei der heutigen Etappe wurden wir von den Nauderner mit Kuhglocken und Applaus verabschiedet und es ging auch vom Höhenprofil her gleich hinauf auf die Bergkastelalm, was mir an sich sehr entgegenkommen sollte. Aber irgendwie wollten heute mal meine Beine nicht so. Also fuhr ich halt eben nach Pierre die ersten 800hm bergauf und später über einen für mich technisch eher anspruchsvolleren Trail wieder bergab.  Ebenso merkte ich wie von Tritt zu Tritt meine Rennmotivation schwand. Ständig sah ich wieder Frauen, die an den Rucksäcken und Trikottaschen der Männer hingen oder auch einfach hin und wieder gestossen wurden. Da wo mir manchmal eben die Kraft zum durchdrücken fehlte. Pierre und ich fuhren keinen gleichen Rhythmus und es war auch für uns schwer, denn niemand konnte so recht den anderen einschätzen. Klar, bergab war ich schlechter... Naja, dann ging es in den zweiten Anstieg und ich hatte nun wirklich vieeel Mühe mich zu motivieren. Ob wir nun zum Plausch oder zum Rennen und um Platzierung fahren da waren, wussten wir glaube ich beide nicht. Naja, weggedrückt mit ein paar Watt auf die Pedale ging es dann. Wir fanden unseren Rhythmus wieder etwas besser und stossen bei tollem Panorama in die Abfahrt. Als ich nach ein paar Sekunden Pierre wieder traf, der einen Platten hatte... :-0 Nachdem uns gefühlte 1000 Teams überholt hatten konnten wir weiter. Nun nur heile runterkommen und dann noch die 16km flach nach Scuol, im Windschatten von Pierre. Wo Julia schon auf uns wartete und uns retour nach Nauders fuhr. Ja, der Startblock A1 war somit mit dem 7.Platz weit weg...

3.Etappe Scuol-Livigno

Nun waren wir komplett ohne Druck und wir besprachen uns auch vor dem Rennen noch kurz, dass wir einfach Spass haben und schauen was geht. Immerhin ist das Ziel sturzfrei zu bleiben J Irgendwie freute ich mich auf die Etappe. Ich war mit Rick und seinem Vater schon einmal einen Teil abgefahren und kannte die Trails rund um Livigno! Deshalb: Startschuss und go! Die ersten Kurven nach Scuol schraubten wir uns immer weiter nach vorne, aber immer schön konstant. Dann ging es in das flache Tal hinter. Soweit lief es auch gut,ich versuchte nicht zu überpacen, aber trotzdem dranzubleiben. Gegen Ende musste ich etwas look lassen und bekam beim letzten Aufschwung vorm Trail nochmals einen Schubser von Pierre. Cool die Wägli auch mal im Renntempo fahren zu dürfen und vor allem trocken ;-) Über den Ofenpass und dann Alp Gallo. Ich genoss einfach die Landschaft und wir konnten gut vorwärts fahren. Kurz vor dem letzten Aufstieg zur Alpe Trela füllte Pierre meine Trinkflasche auf, weil ich dachte dass er bergab eh wieder ranfahren würde. Dies ging auch fast auf. Am Ende in Livigno spornten wir uns nochmals gegenseitig den letzten Höcker hoch und schafften es mit dem 4. Platz über die Ziellinie zu rollen. Im Hotel angekommen gönnten wir uns für den schönen Tag ein leckeres Eis aus der Latteria, Yammmi J

4.Etappe Livigno- Bormio

Theoretisch kannte ich den ersten Teil der heutigen Etappe... Theoretisch. Aber dieser Tag sollte nicht so kommen, wie geplant... Alpisella konnte ich konstant mein Tempo hochfahren, Pierre immer etwas vorne dran und wir befanden uns oben zeitgleich und gleichauf mit Texpa Simplon... Nur halt eben Pierre 30m vor uns und wartend bis ich auf die Abfahrt zu ihm aufschloss und Simon Gessler halt direkt hinter Annette Griner und zog sie gleich noch die letzten Meter über die Kuppe in die Abfahrt. Das schaffte ich einfach nicht mitzudrücken... Also hinterher. Unten angekommen sah ich sie aber gar nicht mehr und als es dann das lang gezogene Val Mora vor ging kam ich mir vor wie eine Standuhr. Ich schaffte es nicht mit den Männern den Trail und die darauffolgende holprige Passage mitzukommen. Mit etwas Unterstützung ging es dann aber besser. Am Umbrailpass angekommen bot mir Pierre an einzuhaken. Klar, ich war völlig frustriert, weil ständig die Mixed-Teams zusammenfuhren, was ich auch gar nicht schlechtreden mag. So etwas geht gut, wenn man harmoniert und sich kennt und sich darauf einigt! Aber ich wollte nicht. Den ganzen Umbrail an der Trikottasche zu hängen fand ich wirklich nicht ehrlich und liess nach ein paar Metern los – obwohl es nicht lief. Aber ich sagte mir: Rhythmus finden, der Anstieg ist noch lang und kurbelte so Serpentine um Serpentine hoch. Gute Laune war glaube ich aber trotzdem etwas fehl am Platz und als ich dann Pierre sah, wie er den Mann aus dem Team vor uns lobte und anschob, da war ich komplett demoralisiert und angezickt... Klar hatte ich seine Hilfe verweigert, aber vermutlich aus dem Grund, da ich mir selber ein neues Ziel setzen musste, wenn wir schon so weit hinten waren („TransAlp fahren ohne Zug vom Teampartner, soweit es geht nach vorne und so das beste für mich rauszuholen“) Ja, später konnten wir dies in einem Gespräch klären, aber tja es ist halt schwierig seinen Partner ohne zu kennen einschätzen zu können. Nach diesem kleinen Disput war ich umso glücklicher, als ich von einem Bekannten Gesicht oben am Umbrail empfangen wurde J Nach Rick: „Aufgeben gibt’s nicht“, also fuhr ich meinen Tramp weiter und immerhin hatte ich die Gegend dort oben zur gleichen Zeit schon mit 30cm Schnee erlebt à Es gibt also alles!

Am Ende versuchte ich konzentriert und möglichst ohne Platten die Höhenmeter nach Bormio herab zurückzulegen. Wir mussten zwar ein team, welches wir bergauf eingeholt hatten passen lassen, allerdings war der 5.Platz heute und einige Disputs genug für mich für heute... :-D    

Etappe 5 Bormio-Mezzano

Nachdem wir gestern im Gespräch unser Ziel vereinbarten und uns absprachen, dass ich auch ohne Hilfe weiter fahren wollte fanden Pierre und ich uns wieder und standen wieder um 9 Uhr mit Haifisch und Rudi am Start! Diesmal wieder Startblock A2. Es stand die Königsetappe bevor. Meine Bein waren solangsam schon etwas KO. Gingen dann aber ab KM 10 auf und wir konnten einige Teams am Gaviapass überholen. Die Abfahrt war für mich eine Herausforderung und ich bin froh, dass es an diesem Tag nicht geregnet hatte! Unten angekommen wartete Pierre schon auf mich und nach einem kurzen Lob ging es zur Aufholjagd auf das Team, welches uns in den Abfahrten überlegen war. Nur noch 800HM waren zu bewältigen, danach nur noch bergab.... Das war ja eaaaaasy! NIACHT! Nach 3km machte es einen Knall und ich konnte nicht mehr schalten. Ich dachte es sei der Schaltzug gerissen und da ich ab und zu solche Probleme hatte, versuchte ich lieber nicht daran rumzumurksen im Renngeschehen. Wir entschieden weiter: Zum Glück hatte ich ja die kleine Scheibe, hätte alles schlimmer kommen können J Nachdem wir bergauf sogar das andere Team eingeholt hatten galt es nun über den Trail und bergab auf Flowtrail, Schotter und Aspalt knapp 40km den 4. Platz ins Ziel zu fahren! Das Schweizer Team Strüby Bixs liess uns sogar (mega nett!) vor auf dem Flowtrail, sodass es nun für mich galt die 40km bergab am Hinterrad per 130er Frequenz vom diesjährigen RAAM-Sieger zu bleiben. Ich kann sagen. Auf Schotter geht das ja noch, mit Kurven. Aber gerade aus auf Asphalt ist das definitv eine Herausforderung und nicht gerade witzig. Für die letzten 15km bekam ich dann Schützenhilfe vom Backup Team Herzlichst Zypern und wir schafften es tatsächlich!!! Nun befanden wir uns auf Platz 4 in der Gesamtwertung. COOL! Wir freuten uns mächtig darüber, aber ich war schon recht fertig von dieser Abfahrt. Als wir in Richtung Auto gehen wollten, um uns umzuziehen bemerkte Pierre dann ein schettern im Hinterrad. Tja, das war hinüber und sein Ersatzrad passte anscheinend nicht, Grrr... Ebenso hatte das andere Team ein paar Probleme zu lösen und wir hatten kein eigenes Auto mehr da, da die Bremsen versagt hatten und Julia damit zur Reparatur musste. Pierre schlug vor nach Madonna di Campiglio (wo unser Hotel lag) mit dem Velo zu fahren... War ja klar, er wär wahrscheinlich 9 Tage 17h und 21min Zuende gefahren, damit es ihm gelangt hätte... :-/ Schlussendlich warn es bis dorthin 26km und knapp 1000hm... Zum Glück fuhr uns dann nach 3,5h ungeduscht warten im Ziel doch noch Ha-Pe hinauf worüber ich dir wirklich seeeehr dankbar bin!

6. Etappe Mezzano-Trento

Hm, von dieser Etappe kann ich irgendwie gar nicht mehr viel schreiben. Pierre verfuhr sich in der Abfahrt, ich hatte keine Ahnung wo er war und ob vllt doch etwas passiert war, bekam aber an der Feedzone von Julia die Ansage, dass ich weiterfahren solle und so entspannt ging ich dann halt eben das weitere Rennen an. Es brachte ja nichts sich noch unnötig Gedanken zu  machen und Nerven zu verschleudern... Dennoch war ich froh als ich ein gequitsche nach 20km Alleinfahrt in der Fläche hörte und wusste dass nichts passiert war! J Also konnten wir dann doch noch zusammen das Rennen zu Ende fahren! Fast. Bergauf hatte ich etwas zuschnell die Cola getrunken, da ich nichts mehr zu trinken gehabt hatte und mir wurde plötzlich uuu schlecht, sodass ich schaute dass ich mich nicht übergeben musste. Tja und 7km vor Zeitmessungsende riss noch meine Kette, welche wir aber zum Glück schnell wieder zusammenflicken konnten und uns somit den 5. Platz in der Tageswertung doch noch sichern konnten!

7.Etappe Trento-Arco

Finishetappe!!! Das erste Mal diese Woche regnete es! Dennoch konnten wir diesmal aus A1 starten und die letzten, zwar nur 53km hatten es in sich. Es standen nochmals 1600hm am Stück an, eine knifflige Abfahrt im strömendem Regen und weitere 500hm. Ich war wirklich meeeega KO und als mich im Anstieg 2 Teams recht zügig überholten dachte ich, dass ich irgendwas falsch machen würde. Weil bergauf hatte ich diese Woche nicht wirklich Probleme. Aber ich denke, vielleicht ist das auch legitim und schlussendlich sind es einfach Lebenskilometer, Substanz und Tagesform, die einen den letzten Tag noch einmal Pushenkonnten. Ich schaute auf meine Watt und sah, dass es gar nicht so übel war und versuchte einfach immer an Rick zu denken, der immer und egal wie er sich fühlt noch versucht das beste rauszuholen. So fuhr ich eben in meinem Rhythmus, mit einem Puls von nicht mal mehr über 150 den Berg hinauf. In der Abfahrt fror ich, wollte auch kein Gel mehr sehen und meine Konzentration liess zu wünschen übrig... Meine Bergabperformance war wirklich miserabel und ich hatte mich von dem Top5 Ergebnis der TransAlp irgendwie schon lange verabschiedet gehabt. Fragt mich nicht wo es war, ob wir einfach konstant gefahren sind, ob wir die letzten Kilometer noch einmal aufgeholt hatten, auf jeden Fall schafften wir es nur knapp 2 Minuten hinter dem anderen Team in Arco über die Ziellinie zu rollen und als ich das sah, war ich unbeschreiblich glücklich und überrascht! Wir hatten es also geschafft! Eine Top5 Platzierung im diesjährigen Starterfeld der 46 Mixed Teams, die das Rennen beendet hatten, gesamt für mich persönlich die 5. schnellste Frau und zig Tausend Erfahrungen reicher! Das Fazit: Gerne wieder TransAlp, das nächste mal gerne etwas unspontaner und vorbereitet und vor allem, dass man sich einander schon etwas kennt!

 

Gleich hierbei möchte ich mich bei dir, Pierre, für die lehrreiche Woche bedanken. Ich denke es können nicht viele sagen, dass sie schon einmal mit einem RAAM-Sieger ein Rennen gefahren sind! Auch Hut vor der Leistung, so kurz nach dem Race across America. Es waren spannende Gespräche und auch wenn wir eben nicht immer so gut harmonierten finde ich das Ergebnis hervorragend! Ich muss zugeben, dass ich wirklich oft verwirrt war und gerne gerade etwas von meinem „langweiligigen Rennfahrerleben“ gehabt hätte, aber ich bin stolz, dass wir uns stets zusammengerappelt haben und die kleinen und grossen Momente (zu Beispiel quitschen an anderen Fahrern vorbeizufahren) genossen haben! Ich war so viel Trubel um den Teampartner vielleicht einfach auch gar nicht gewohnt. Jeder hat halt seine eigene Art an den Start eines Rennens oder eben einer TransAlp zu gehen J Indem wo wir uns nicht unterschieden haben war definitiv der Spass auf dem Bike vor, nach und im Rennen! Wer weiss, vielleicht spielen wir ja mal wieder ne Runde Frisbee, hehe! Auf jeden Fall danke ich dir für die Zeit und die Einladung mit dir das Rennen fahren zu dürfen!

Ebenfalls dabei auch gerade Mirjam Gysling. Auch wenn vielleicht der Sturz kein tolles Erlebnis ist, danke ich dir, dass ich für dich einspringen durfte!

Liebe Julia, dir möchte ich hier auch noch einige Zeilen schreiben! Ich fand es toll dich kennenzulernen und wünsche dir für deine sportliche Skikarriere alles gute! Ich bin dir dankbar, dass du DEINE Ferien für uns gewidmet hast. Ich sag dir eins, wie ich es dir auch schon persönlich gesagt habe: Ohne dich wäre diese Woche NICHTS gegangen!

Ebenso möchte ich mich bei Nauders und dem ganzen Dorf bedanken, die die TransAlp finanziell möglich gemacht hatten!

Nun fehlen noch meine Familie hier, die fleissig mitgefiebert hatten, Freunde und Bekannte, die stets liebe Nachrichten an mich gesendet haben und mich immer wieder aufbauten und die ganze Family Reimann, die die Woche TransAlp so kurzfristig nach den Prüfungen ermöglicht haben! Danke euch!

Nun bin ich gerade wieder etwas am sortieren hier zuhause und genoss am Sonntag auch meinen ersten absoluten Ferientag bei einer kleinen Runde um St.Anton auf dem Heimweg! Ganz ohne Druck auf dem Pedal! J Bis am Wochenende in Schruns, entweder schon wieder mit Rennkleidung oder eben noch in Baggys ;-) ,

eure Janine!

DM in Saalhausen

Tja, was los war in Saalhausen? Ich denke nur kurz: Joker-Tag gezogen...

Klar ist es schade, dass ich gerade diesen Samstag nicht mochte. Gleich auf der Rückfahrt verbrachte ich einige Stunden damit mir Gedanken über das vergangene Rennen zu machen, zu analysieren, was ich falsch gemacht hatte, ob ich am kränkeln sei, ob ich mich schlecht vorbereitet hätte. Zu viel, oder zu wenig fokussiert. All die Dinge halt, bei denen man die Fehler bei sich sucht. 

Freitagmittag, nach einer Woche mit 5 Semesterprüfungen, holte mich Marcel Grob in Uster ab und wir düsten gen Norden. Nach meeeega viel Verkehr und Znachtessen kamen wir um 21 Uhr im Hotel an, wo ich noch schnell meine Sachen parat legte und dann hundemüde ins Bett viel. Samstagmorgen klingelte der Wecker und ich hatte bereits leichten Kopfschmerz, aber nicht so schlimm. Immerhin wollte ich nun einfach nur noch, egal wie, die DM hinter mich bringen und mein Bestes geben. 

Der Startschuss viel, es waren nicht sooo viele am Start und ich sah, dass ich evtl. eine realistische Chance auf eine gute Platzierung hatte, aber ich versuchte mich auf mein Bike zu freuen. Der erste Anstieg war ok. Ich fühlte mich zwar nicht so locker, aber es ging. Nach dem Durchqueren von Start/Ziel fuhr ich mit Betty und Steffi den ersten Anstieg. Ich trat einfach in die Pedale und versuchte mein Rhythmus zu fahren, aber irgendwie hatte ich gar kein wirkliches Körpergefühl mehr ich fuhr eher mit Handbremse... Am Ende des Anstiegs nahm aber der Druck im Kopf schlagartig zu. Ich verkrampfte auf dem Bike und es wurde mir kalt-warm und schwindlig. Ich liess etwas locker und wollte einfach das Rennen zu Ende fahren. Hauptsache dass der ganze Aufwand nicht umsonst war. Nach KM 40 brannte mein ganzer Körper und streikte, auch als ich bei Marcel vorbei kam ging es schon los... Ich stand irgendwie, bergauf, wie auch bergab. Bis KM60 fuhr ich dann mit mega Rückenschmerzen zu Start- und Ziel. Egal was ich machte, mein Körper streikte und ich verlor Platz um Platz. Ich konnte nicht mehr, der Wille war da und ich versuchte zu kämpfen. Ich war einfach zu übermüdet und k.o. gewesen von der Woche!

Nach einer schnelleren Rückfahrt wurd ich dann etwas aufgemuntert und weil ich weiss, dass ich mein Bestes gegeben habe, wird nun die DM abgehakt :-) Und vor allem... Bekomme ich am Sonntag eine coole neue Herausforderung, welche sich plötzlich letzten Mittwoch ergeben hat ;-) Was und mit wem es ist verrate ich noch nicht, nur dass ich mich darauf freue... ;-)

2. Rang BergiBikeRace der Garmin Bike Masters Serie

Am letzten Sonntag, 26.06.2016, fand der 1.Lauf der Schweizer Marathon Rennserie, Garmin Bike Masters, dem BergiBike Race von Fribourg nach Bulle. Bereits im letzten Jahr war ich dort auf der Langdistanz (79km 2440hm) unterwegs. Doch dieses Jahr wurde einem definitiv kein Meter geschenkt, v.a. nicht bergab! Doch von vorne:

Am Samstag hatte Rick den richtigen Riecher und wir gingen nicht, wie geplant in Fribourg noch eine Runde fahren, sondern fuhren am Mittag, als René und Rick von der Arbeit heim kamen noch eine Runde in Uster, bevor wir uns dann mit Wohnwagen unter Nieseln Fribourg näherten. Am nächsten Morgen, pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss. Cornelia Hug und ich lieferten uns ein ziemliches Kopf an Kopf Rennen, bis auf die Spitze des La Berra (30km, 1700hm). Durch denn tagelangen Regen davor war die Strecke sehr schliffrig und verdreckt und ich stellte rasch fest, dass Cornelia nicht nur besser bergab fuhrun etwa gleich stark bergauf fuhr, sondern auch wesentlich besser die Strecke kannte und somit auch wesentlich mehr riskierte... Ich versuchte trotzdem ruhig zu bleiben und mich auf der konzentrationsfordernden Strecke nicht aus der Ruhe zu bringen, Nadia Walker, war definitiv eh nicht mein Ziel gewesen... ;-) Etwa 4km vor der Ankunft der Laufpassage, kurz unterhalb La berra erkannte ich wieder ein paar Details der Strecke und wusste, dass wenn ich jetzt nicht versuchen würde das Tempo etwas zu verschärfen mir definitiv der Vorsprung für die Abfahrt nicht reichen würde. Aber ich konnte gerade mal 1-2 Minuten herausfahren. Was mich motivierte war eine Zuschauerin die sagte, dass wir etwa 40sek. auf Walker hatten. Und so hatte ich sie schon einmal im Sichtfeld. Bis anhin klappte also alles recht gut. Dann folgte die Abfahrt... Für mich definitiv das höchste der Gefühle. Konzentriert versuchte ich nicht zu viel Zeit zu verlieren und hoffte an Hug anschliessen zu können wenn sie kommen würde... Verwarf dies aber ganz schnell weil ich 1. definitiv kurz vor den letzten Prüfungen kein höheres Risiko auf mich nehmen wollte und 2. weil ich einfach kein Fan von Schmerzen bin, die ich mir nicht selber dosiert zufügen konnte... Mein noch recht kleines Physioauge tat beim Sehen der Stürze so schon weh... Naja. die nächsten 35km ab Rossens kann ich denks schnell zusammenfassen: Die Kilometer gingen nicht runter; ich dachte die ganze Zeit ich hätte einen guten 2. Platz verloren; ich war mega K.O. von der Abfahrt und die flachen Passagen im abtrocknenden Dreck waren ziemlich käfteraubend. Einige Male musste ich meine Kette wieder aufs Blatt tun, zweimal hielt ich nach einer Laufpassage an, um mein Rad wieder drehend zu machen. Immer nervöser wurde ich auch, weil ich Angst hatte, dass von hinten weitere Fahrerinnen kommen könnten, weil ich einfach nicht mehr so arg mochte. Dementsprechend erleichtert war ich in Bulle, als ich über die Zielrampe fuhr! :-) 

Als ich dann erfuhr, dass Cornelia Hug aufgegeben hatte, war das natürlich eine tolle Nachricht für meine Platzierung, auch wenn ich hoffe, dass wir wieder einmal so fighten dürfen! ;-) 

Der Abstand auf Walker war nun im Ziel schon sehr viel und ich war auch erst etwas enttäuscht, dass ich keine bessere zweite Rennhälfte hinbrachte, aber nach Betrachtung muss man sagen, kann ich doch recht zufrieden sein mit dem Ergebnis Platz bei den Frauen Elite Langdistanz, nach 4:44h quälen, auch wenn man nicht mehr so mochte und die Strecke dieses Jahr wirklich anspruchsvoll war! Etwas Glück darf man ja auch mal haben, oder? ;-) Mehr war einfach wirklich nicht drinnen!

Jetzt werde ich versuchen mich noch einmal die letzten Prüfungen zu absolvieren und werde dann an der DM am 9.7. in Saalhausen wieder am Start sein! 

Dabei vielen, vielen Dank René, Brigitte und Rick, dass ihr meine Sachen und mein Bike zusammengepackt habt und mich gerade riesig unterstützen, dass ich die Rennen nebst dem Studium fahren kann!

Sieg auf der Marathondistanz beim ultra bike Kirchzarten

Am Sonntagmorgen machten mein Vater und ich uns um 5 Uhr auf den Weg nach Kirchzarten. An sich war es wunderbar, dass ich zuhause schlafen konnte, andererseits hatte ich in der N8 nicht besonders gut geschlafen und war dementsprechend am Morgen aus dem Schlaf gerissen... Pünktlich um 8:15 Uhr starteten wir auf die 77km und etwa 2100hm lange Strecke. Eigentlich dachte ich, ich würde die Strecke gar nicht kennen, aber nach und nach viel mir auf, dass ich die Strecke mal vor zig Jahren mit einigen Kollegen abgefahren bin. Der Start verlief recht ruhig, bzw. mir entgegenkommend ging es schon nach ein paar Kilometern bergauf :-) Da ich gleich merkte, dass ich schon als erste Frau hineinfuhr versuchte ich einfach mein Tempo zu finden, was mir denke ich ganz gut gelungen ist. Schön war, dass es gleich in diesem Aufstieg anfing wie aus Kübeln zu regnen... Oben schnell die Weste an, wobei das gar nicht so einfach ist, wenn man versucht etwas Druck zu geben und sich dann verheddert... Aber für irgendwas gibts ja Gentlemen auf dieser Welt oder?? ;-) In Hinterzarten und am Rinken traf ich dann auf meinen Vater an, der in der Feed-/Techzone wartete und auch im weiteren Verlauf des Rennens versuchte ich einfach recht konstant zu fahren. Zwischenzeitlich bekam ich etwas Bange, da ich so ziemlich das ganze Rennen alleine in meinem Tempo fahren war und ständig dachte, dass sie evtl. mit ein paar Männern zusammen vor fahren könnten. Vor allem kurz vor Oberried dachte ich dann, dass das nun gewesen sei, als ich mal wieder plötzlich Krämpfe bekam. Naja, es half alles nichts, ausser zu versuchen per Kadenz noch den letzten kleinen Höcker nach oben zu schrauben. So gerne hätte ich noch etwas gepusht, aber ich musste das Watt-Kadenz-Verhältnis etwas umdosieren... Dementsprechend froh war ich, als ich nach 3:37h in Kirchzarten mit einem 1.Rang über die Ziellinie fuhr! :-) Ich wusste zwar, dass ich evtl. die Möglichkeit dazu hätte, aber mit 13min Vorsprung hätte ich wohl nicht gedacht! Das tut nach den letzten 2 Wochen ganz gut! Danke Paps, dass du mitgekommen bist! 

Bis nächstes Wochenende am Bergi Bike von Fribourg nach Bulle!

Victory at EKZ-Cup, Wetzikon

Gestern fand nahe dem Wohnort meines Freundes, in Wetzikon, der 2.Lauf des EKZ-Cups satt. Dort hatte ich gesagt, dass ich dort gut als Training starten könnte. Meine Beine wusste ich nicht, wie sie drauf waren. Gute Entscheidung im nachhinein... :-) Nachdem ich in der ersten Runde immer wieder kleine Probleme mit meiner Kette hatte konnte ich mich dennoch gleich zu Beginn mit Alessio Bisig etwas absetzen. In der 2. Runde konnte ich dann das erste Mal erfolgreich als erste in den Trail abbiegen und so auch schon einen kleinen Vorsprung herausfahren in den darauffolgenden Feldweg-Passagen. Insgesamt waren 8 Runden zu fahren, also gut 1 Stunde Renndauer auf einer eher flachen, aber durchnässten Strecke. Am Anfang war der Aufstieg noch zu fahren, gegen Ende ging er in immer mehr Laufpassage über, aber Spass hat es gemacht auf der unlangweiligen Runde :-) Die darauffolgenden Runden konnte ich +/- den Vorsprung halten und ausbauen. Und am Ende sprang für mich der 1. Platz raus. :-) Danke Rick für den Support neben der Rennstrecke und dass du dich, trotz bereits 4 Std. Training im Regen, noch einmal in den Regen gestellt hast! :-) Ich werde umgehend dies Woche informieren, sobald ich weiss, wann und wo ich mein nächstes längeres Rennen starten kann und sobald ich mehr über das Lipom weiss. 

Bis bald, eure Janine!